ZDF-Hauptstadtchef besitzt eigene Gemäldesammlung

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Aus Zwangsgebühren alimentierte Journalisten

ZDF-Hauptstadtchef besitzt eigene Gemäldesammlung

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Dass sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bei Gehältern und Pensionen für ihr Spitzenpersonal nicht lumpen lassen, ist bekannt. Dennoch verblüfft so manche Detailnachricht über Wohlstand und großbürgerlich-distinguierten Lebensverhältnisse einzelner gebührenfinanzierten Edeljournalisten… so wie jetzt im Fall des ZDF-Hauptstadtchefs Theo Koll.

Derzeit findet vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten ein skurriler Prozess statt, der einen einmal mehr erstaunt aufhorchen lässt, welchem Luxus Angestellte des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks offenbar frönen können: Als der heutige Leiter des ZDF-Studios Berlin, Theo Koll, sich 2014 beruflich in Paris aufhielt, war sein Gemälde-Lager von einem Lkw-Fahrer ausgeräumt worden.

Der überführte Dieb erklärte später, die Bilder für 450 Euro an einen Berliner Kunsthändler verkauft zu haben. Eine Kiste mit Tiffany-Tafelsilber, ebenfalls aus Kolls Privatbesitz, habe er zum Materialwert von 2.100 Euro versetzt. Koll selbst erklärte, es seien definitiv 22 Bilder verschwunden. Die genaue Zahl kenne er jedoch selbst nicht, da auch ein Ordner mit Kaufunterlagen weg sei. 

Wertvolle Bilder und Tafelsilber

Interessant ist das, was keinem der über den Fall berichtenden Medien störend aufgestoßen war: Wie kann sich eigentlich ein ZDF-Journalist eine Gemäldesammlung leisten, deren Gesamtumfang anscheinend so groß ist, dass er ihn nicht einmal aus dem Gedächtnis rekonstruieren kann, und dazu noch jede Menge wertvolles Tafelsilber?

Eines der Gemälde habe Koll beim Auktionshaus Sotheby‘s (!) erstanden, erklärte seine Ehefrau. Allein die Monatsmiete für die Einlagerung der kostbaren Gegenstände betrug über 500 Euro.

Offene Fragen zur Einkommenssituation

Von solchen finanziellen Möglichkeiten können normale Journalisten, ohne gesicherte Einkünfte durch Zwangsgebühren, nur träumen. Bislang ist das ZDF von den zahlreichen Enthüllungen über Finanzskandale verschont geblieben, die die vielen Sendeanstalten der ARD seit Monaten heimsuchen. Der Fall Koll wirft nun aber doch Fragen auf, wofür eigentlich die ständigen Gebührenerhöhungen, die die öffentlich-rechtlichen Sender, ungeachtet von Wirtschaftskrise, Inflation, Preisexplosionen und eigenem Ansehensverlust ständig einfordern, eigentlich gebraucht werden.

Vielleicht erfolgt nun auch einmal eine Untersuchung darüber, ob es auch beim ZDF einen der ARD vergleichbaren Moloch aus gigantischen Pensionsrückstellungen, Ruhegehältern, Sondervergütungen et cetera gibt. 

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