Wie sehr die Öffentlichkeit beim Asyl-Thema von der Politik an der Nase herumgeführt wird, zeigt sich bei einem unfassbaren Skandal aus Tirol. Während man der Bevölkerung heile Welt vorspielte, kam es im laufenden Jahr bereits zu über 600 dramatischen Vorfällen in Asyleinrichtungen. Darunter Angriffe auf das Sicherheitspersonal, Drogen- und Alkoholmissbrauch und dergleichen mehr. Besonders brisant: Von den Betreibern sollen Asylwerber als Securities eingeteilt worden sein.

Die FPÖ wirft der zuständigen Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) vor, eine Anfrage im Landtag unrichtig beantwortet zu haben. In dieser wurde sie mit Fragen dazu konfrontiert, ob in den Asyleinrichtungen des Landes Asylwerber für Sicherheitsdienste eingeteilt werden. Sie antwortete mit einem klaren Nein. Nun veröffentlichte die Kronenzeitung Dokumente, die das Gegenteil beweisen sollen. Ein unglaublich dreister Vorgang.

Unfassbare und dramatische Zustände

Wie sinnvoll es ist, Heimbewohner als Security einzusetzen, zeigte sich nicht zuletzt bei dem brutalen Mord in einem Tiroler Asylheim Ende 2018. Ein 37-jähriger Syrer hatte dabei seine 23-Jährige Frau gnadenlos zu Tode geprügelt.

Insgesamt wären zwischen Jänner und Juli des Jahres 2019 110 Hausverbote ausgesprochen worden, welche dann nach Informationen der Kronen Zeitung wohl von anderen Hausbewohnern kontrolliert und unterbunden werden sollten.

609 sicherheitsrelevante Vorfälle wurden dokumentiert, davon 235 bei jenen ein Einsatz von Polizei, Rettung oder Feuerwehr nötig war.

Bei 186 Vorfällen kam es zu gewalttätigen Übergriffen, unter anderem auch auf das Sicherheitspersonal.

Insgesamt geht man davon aus, dass im laufenden Jahr bis zu 1.200 schwerwiegende Vorfälle zu erwarten sind. Deshalb sucht man nach mehr und „flexiblem“ Sicherheitspersonal, das im Notfall schnell reagieren könne. Alle 80 Unterkünfte sollen rund um die Uhr bewacht werden.

Ein Untersuchungsausschuss soll sich jetzt mit den Missständen in den Tiroler Asyleinrichtungen auseinandersetzen und auch die Beziehung der Grünen Landesrätin zur Wahrheit näher beleuchten.