Wegen der besseren Lebensumstände zieht es immer mehr Afrikaner nach Europa.

Laut einer aktuellen Studie des renommierten amerikanischen Pew-Research-Centers nahm die Wanderbewegung aus den Subsahara-Staaten seit 2010 stark zu!

So gab es 2010 in der EU, Norwegen und der Schweiz zusammen etwa 58.000 Asylanträge aus den Subsahara-Ländern. In den folgenden Jahren bewegte sich dieses Niveau bei etwa 74.000 bis 91.000 im Jahr.

Werbung

Familienzusammenführung

Seit 2014 ist aber ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen. 139.000 Afrikaner suchten in Europa um Asyl an, ab 2015 jedes Jahr jedoch konstant über 150.000. Die bisherige Antragsspitze stellte 2016 mit beinahe 200.000 Asylanträgen dar.

Die Studie sieht als zusätzliche Gründe für den starken Zustrom aus Afrika auch Maßnahmen wie Familienzusammenführung und die umstrittenen „Resettlement“-Programme der EU.

Weniger Einwanderung in die USA

In den USA nahm die Migration aus den Sub-Sahara-Staaten nur leicht zu. Im selben Zeitraum wanderten etwa 400.000 Personen aus dieser geographischen Region in die USA ein.

Die Gebildeten Afrikaner wandern tendeziell eher nach Amerika aus.

Wenig Gebildete in Europa

Einen Unterschied zur Migration nach Europa und den USA bildet vor allem das Bildungsniveau der Migranten. Die USA regulieren den Zuzug viel strenger als die EU. So hatten, laut Eigenangaben, etwa 70 Prozent der Einwanderer in die USA einen höheren Schulabschluss.

Europäische Staaten müssen sich hier hinten anstellen. Knapp die Hälfte aller Schwarz-Afrikaner, die nach Großbritannien auswandern, haben höhere Schulbildung. In Frankreich etwa 30 Prozent und in Italien nur jeder Zehnte.

Die Top-Herkunftsländer sind Nigeria, Südafrika, Somalia, Senegal und Ghana. Den stärksten Zuwachs gab es laut Schätzungen der UN aus Somalia und Eriträa.

Europa wird afrikanisch!
Der Multimilliardär Bill Gates wurde mit der Gründung des Softwareunternehmens „Microsoft“ zu einem der reichsten Männer der Welt. Eindringlich warnte er 2017 vor einer riesigen Masseneinwanderung aus Afrika nach Europa!

4,7 Millionen Neo-Migranten

Unter der anwachsenden Migrationsbewegung aus den Sub-Sahara-Ländern leiden laut der Studie vor allem Großbritannien, Frankreich, Italien und Portugal. Etwa 70 Prozent aller Maghreb-Afrikaner verteilen sich auf diese Staaten. 40 Prozent der Befragten gaben jedoch an, gerne in ein anderes Land weiterziehen zu wollen!

Den Recherchen des Pew-Centers zufolge leben mittlerweile etwa 4,7 Millionen neue Migranten aus den schwarzafrikanischen Staaten in Europa. Staatsbürger und Anwohner mit schwarzafrikanischen Migrationshintergrund, die im jeweiligen europäischen Staat geboren wurden, wurden dabei nicht mitgezählt.

116,7 Millionen auf gepackten Koffern

Besorgniserregend ist auch die Entwicklung beim Auswanderungswillen. In etwa 116,7 Millionen Afrikaner sitzen auf gepackten Koffern, planen in den nächsten fünf Jahren auszuwandern!