In der britischen Großstadt Birmingham kam es in der Nacht zu Sonntag zu mehreren Messerattacken. Die Polizei Stuft die Situation als „Major Event“ ein, was bedeutet, dass von einer Gefahr für die Allgemeinbevölkerung ausgegangen wird.

Am Sonntag teilte die lokale Polizei mit, dass der erste Angriff gegen 0.30 Uhr im Stadtzentrum gemeldet wurde. Kurze darauf gab es Berichte über weitere Attacken in der unmittelbaren Nähe. Im Netz kursieren Meldungen, dass auch Schüsse zu hören gewesen seien, die Polizei kann dies zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch nicht bestätigen.

Fünf Messerverletzte auch in London

Auch über die genaue Zahl der Opfer und die Schwere der Verletzungen kann die Polizei anfänglich keine Auskunft geben – mittlerweile ist klar: Es git sieben Verletzte und einen Toten. Generell scheint die Situation recht unübersichtlich zu sein. „Es wird noch daran gearbeitet, festzustellen, was passiert ist, und es könnte einige Zeit dauern, bis wir in der Lage sind, etwas zu bestätigen. Zu diesem frühen Zeitpunkt wäre es nicht angebracht, über die Ursachen des Vorfalls zu spekulieren“, hieß es von der Polizei auf der Kurznachrichtenplattform Twitter. Dennoch wurde die Bevölkerung aufgerufen die Innenstadt sicherheitshalber zu meiden.

Neben Birmingham wurde aber auch London zum Tatort. Am späten Samstagabend seien fünf Menschen durch Stiche verletzt worden – eine Person soll sogar lebensgefährlich verletzt worden sein, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ob ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar.

Terror oder Bandenkriminalität?

Genauere Informationen gibt es vorerst von der britischen Polizei nicht, dennoch drängt sich die Frage nach einem terroristischen Motiv auf. Schon in der Vergangenheit kam es in Großbritannien immer wieder zu islamistisch motivierten Messerangriffen. Zu diesem Bild passt auch, dass die Polizei einen als „Gay Village“ – also Schwulen-Dörfchen – bekannten Stadtteil abgeriegelt hat.

Sollte ein terroristisches Motiv ausgeschlossen werden können, so zeigt diese traurige Messernacht von Großbritannien dennoch, dass die Insel ein massiv wachsendes Problem mit Gewaltverbrechen hat. Viele dieser Taten lassen sich auf rivalisierende Migranten-Banden zurückführen. Auch hinterhältige Angriffe mit Säure sind leider keine Seltenheit mehr in den britischen Großsstädten.