Nach seinem BWL-Studium in Wien begann Bernhard Rieglers Journalistenlaufbahn zuerst beim ORF in Niederösterreich und Wien. Mittlerweile verfügt er über langjährige Erfahrung vor, wie auch hinter der Kamera. Der erfolgreiche Filmemacher betreibt nun seine eigene Produktionsfirma.

Man mag sich wundern und auch ärgern über die tagtägliche scham- und hemmungslose Manipulation der Medien und da vielleicht ganz besonders über die ORF-Inszenierungen, oder auch nicht mehr. Wie die Menschen im „Sozialistischen Kombinat Küniglberg“ so ticken, durfte ich kürzlich persönlich und ganz ohne Filter erfahren.

Ein Gastkommentar von Bernhard Riegler

Dinner mit einer der bekannteren ORF- Ladies: Eine beeindruckende Frau, charmant, schön, intelligent, der Abend so wie er sein soll in einem herrlichen Sommer, das Ambiente im Gastgarten eines angesagten Wiener Innenstadtlokals schlicht perfekt.

Nach uns die Sintflut

Das Gespräch dreht, trotz versuchter Vermeidung dieses Minenfelds, irgendwann Richtung aktueller politischer Situation in Österreich, Europa, den USA. Da erklärt sie mir kurzerhand, das Glas Chablis locker schwingend: „Weißt du, Kulturen kommen und gehen – und jetzt geht halt unsere.“ Der Nachschlag auf mein fassungsloses Gesicht und den offenen Mund folgt nach 10 Sekunden: „Ach, mach dir doch keine Sorgen, für uns wird sich das schon noch ausgehen!“

Mir bleibt die Spucke weg, auch nach zwei Minuten ist sie noch nicht wieder da. Mit diesen wenigen Worten ist so gut wie alles in Schutt und Asche gelegt, das, woran ich glaube, in den Schmutz getreten, ein unüberbrückbarer ideologischer Grand Canyon aufgegraben zwischen uns. Sie sieht ihn aber nicht, lächelt mich über das Weinglas hinweg erwartungsvoll an.

Dem durch Zwangsgebühren finanzierten ORF wird regelmäßig äußerst tendenziöse Berichterstattung vorgeworfen.

Lemming auf zwei Beinen

Aber mehr als belangloses Stammeln bekomme ich nicht hin. Matsch im Kopf als Gefühls- und Eros-Killer. Ich sitze hier nicht mit einem revolutionären, linksgrünen „Low-life“, das es nicht besser kennt, aufgewachsen in den schmutzigen Tiefgaragen der Glasscherbenviertel, nein, mit der eleganten Tochter aus bestem Landhaus!
Was hätte ich ihm sagen sollen, dem attraktiven Lemming auf zwei Beinen?

Dass ich es nicht fasse, wie man ohne jeden Widerstand den Untergang unseres Europas so mir nix dir nix auch nur in Betracht ziehen kann, ja richtiggehend will und forciert? Dass man die turbulente Geschichte dieses Kontinents, der die Wiege fast aller Erfindungen der Menschheit ist (Amerikaner waren bis vor kurzem zum Großteil ausgewanderte Europäer), einfach nicht so in die Tonne treten kann, weil gewisse Zirkel das jetzt für gut und richtig halten?

armin wolf orf

Alles umsonst?

Dass all das Ringen und all die Blutbäder hin zum „europäischen Friedensprojekt“ nicht umsonst gewesen sein dürfen, nur weil jetzt ein paar Verirrte mit roten Fahnen Migranten aus archaischen Kulturen zur Übernahme unserer blühenden Landschaften bitten? Dass es sich außerdem einfach nicht schickt, mit der Schampusflasche in der Hand vom City-Penthouse aus dem gemeinen Pöbel beim Hauen, Stechen und Schlimmeren zuzusehen?

Es geht um sehr viel mehr

Dass ich einen derartig niederen Egoismus – einer natürlich Kinderlosen – einfach nur abstoßend finde? Nicht, weil es mir absolut egal ist, ob sich für mich ein opportunistisches, kleines, feiges Leben ausgehen würde oder nicht, sondern weil es da um viel, viel mehr geht! Um wesentlich Höheres: um unser Volk, unsere Kultur, unsere Zukunft und das, was wir Heimat nennen!

Ich habe all das für mich behalten und nach dem Dessert den Abgang gemacht, weil jedes Gespräch mehr oder weniger sinnlos wird, wenn der Empfänger in seinen Grundkoordinaten derartig verpeilt ist. Welcher intelligente Mensch, der seine Zeit auch nur für ein bisschen wertvoll erachtet, diskutiert noch mit Grünen? Die Frage, die mich nachhaltig beschäftigt ist aber: welche Gehirnwäsche war da jahrelang nötig, um so ein Resultat hervorzubringen?

Ich bin dankbar für die Einführung in diese fremde Welt, dass ich schnuppern durfte wie sie so denken, wenn sie uns lenken, die intellektuellen Medien- und Kulturfiguren in ihren dekadenten Bobo-Blasen.

Bernhard Riegler

Nach seinem BWL-Studium in Wien begann Bernhard Rieglers Journalistenlaufbahn zuerst beim ORF in Niederösterreich und Wien. Mittlerweile verfügt er über langjährige Erfahrung vor, wie auch hinter der Kamera. Der erfolgreiche Filmemacher betreibt nun seine eigene Produktionsfirma.