Der Wochenblick hat sich exklusiv mit David Michael Hopf, dem Stiefvater jenes Jungen unterhalten, der mitten auf der Linzer Landstraße von einer etwa zehnköpfigen Migranten-Gang brutal ausgeraubt und geschlagen worden war. Bei den Tätern soll es sich um Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren gehandelt haben. Zwei von ihnen, darunter ein Türke, waren zum Redaktionsschluss bereits in Haft.

Täter versuchte zuzustechen

„Wochenblick“: Vorweg, wie geht es Ihrem Stiefsohn jetzt?
Hopf: Den Umständen entsprechend. Wir haben gerade einen Ärzte-Marathon hinter uns. Vor allem der beinahe ausgeschlagene Zahn ist schlimm. Aber im Endeffekt müssen wir sogar froh sein, dass es nicht noch viel schlimmer ausgegangen ist.

Er wurde ja nicht nur geschlagen, sondern auch von einem mittlerweile verhafteten Täter mit einem Messer bedroht…
Ja. Nicht nur bedroht. Der hat auch versucht zuzustechen! Sie wollten von meinem Stiefsohn ja, dass er alles ausziehen sollte. Also auch die Unterhose. Als er sich da weigerte, wollte ihm ein Täter in den Oberschenkel stechen. Er konnte gerade noch ausweichen.

Wie schnell hat die alarmierte Polizei dann reagiert?
Erst einmal ein großes Kompliment an die Beamten des Wachzimmers Landhaus. Da waren sofort unzählige Einsatzfahrzeuge vor Ort und die Polizisten waren extrem hilfreich und schnell. Die sind massiv bemüht und haben das super gemacht. Das sind auch alles richtige Wikinger dort. Lauter Riesen mit Bärten (lacht). Der Wahnsinn ist, dass es auf der gesamten Landstraße keine Videoüberwachung gibt. Aber Dank dem Einsatz der Polizei haben sie zwei von denen trotzdem recht schnell schnappen können.

Die Bande soll ja zuvor auch schon zugeschlagen haben?
Genau. Bevor sie meinen Stiefsohn überfallen haben, waren sie am Bahnhof aktiv. Soweit ich das gehört habe, haben sie dort auch einen Raub begangen. Dort beim McDonald´s gibt es Kameras. Die Polizei hat also Bilder der gesamten Bande. Ich bin überzeugt, dass die gefunden werden. Und singen werden sie dann auch. Das Gute ist, dass sie laut Beschreibung vermutlich zumindest strafmündig zu sein scheinen.

Wie geht man selbst damit um, wenn es plötzlich ein eigenes Kind erwischt?
Mich regt es natürlich fürchterlich auf. Der Skandal ist ja, dass wir alle die Hälfte unseres Gehalts an den Staat überweisen müssen. Da müsste man wenigstens erwarten können, dass sich das eigene Kind oder die eigene Frau sicher durch die Innenstadt bewegen kann.