Kommentar: Militärtyrannen und irre Mörder

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Kommentar: Militärtyrannen und irre Mörder

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Wie das Amen im Gebet wird nach jedem Amoklauf die leidige „Killerspiel“-Debatte aufgeworfen. Erziehen Spiele, bei denen man Monster, Zombies oder andere Spieler abknallt, unsere Kinder zu verrückten Mördern? Nein, garantiert nicht!

Ein Kommentar von Hartwig Eder

Quer durch ganze Gesellschaft

Computerspiele aller Art sind ein so breit gefächertes Phänomen, das die gesamte Gesellschaft durch alle Schichten und Demographien hinweg beschäftigt. Es gibt ruhige Spieler, aufbrausende Spieler, brave Eltern, die spielen, Rettungssanitäter, die spielen usw. – oder eben auch potenzielle Killer, die spielen.

Werden unsere Kinder War-Lords?

Den Spielen nun die Schuld an etwaigen Verbrechen zu geben ist in etwa das Gleiche wie zu sagen, Wasser sei Schuld an den Verbrechen, weil alle Verbrecher Wasser getrunken haben. Würde man den Panikmachern glauben schenken, so müsste man wohl alle Computerspiele und in weiterer Folge auch Brettspiele verbieten. Wieviele von unseren braven Kindern haben im Brettspiel Risiko schon die gesamte Welt mit gewaltigen Armeen unterworfen oder mit freudigem Gelächter den besten Freunden bei Monopoly die letzten Groschen aus dem Portmonnaie gezogen. Macht das unsere Kinder jetzt zu potenziellen superkapitalistischen Militär-Tyrannen? Natürlich nicht.

Eine bodenständige Erziehung und eine anständige Sozialisierung verhindert garantiert in mehr Fällen ein schlimmes Verbrechen als ein Verbot von harmloser Freizeitgestaltung.

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