Song Contest als Opium für das leidende Volk

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Song Contest als Opium für das leidende Volk

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Wenn man den Menschen schon kein Brot geben kann, so halte man sie wenigstens mit Spielen bei Laune – unter diesem Motto steht wohl diesmal der Song Contest.

Alle Jahre wieder bannt man die Europäer abendfüllend vor die Mattscheibe, damit sie sich daran ergötzen mögen, wie Popsternchen mit teils überschaubarem Talent über die ESC-Bühne hopsen. Oft scheint es bei der teuren Veranstaltung mehr um die richtige Gesinnung und Botschaft als den künstlerischen Wert zu gehen: Acht Jahre nach dem Conchita-Bartgenuschel und vier Jahre nach der teils abgekupferten Hühnergegacker-Nummer von Netta im Sinne der „MeToo“-Debatte war es diesmal Lettland, das mit dem Veganer-Lied „Eat Your Salad“ mehr Politik als Musik machen wollte.

Abstimmung aus politischen Motiven

Gut, das ist nichts Neues: Als Nicole sich 1982 „ein bisschen Frieden“ wünschte, zog auch eher der Inhalt als die bezirzende Gewalt ihrer Stimme. Kein bisschen Frieden gibt es heuer von der Geopolitik: Denn Russland wurde – wie fast überall – ausgeschlossen. Die Ukraine tritt mit den Zweitplatzierten an, weil man die Siegerin des Vorentscheids nicht mehr haben wollte, als herauskam, dass sie vor Jahren auf die Krim reiste. Es ist davon auszugehen, dass die Fachjurys und Aktivisten im Publikum mancher Länder aus politischen Motiven für das Krisenland stimmen. Egal wie es ausgeht: Wenn Deutschland oder Österreich wieder mal „abstinken“ und die Balkanländer füreinander stimmen, gibt es tagelang mediales Gesudere, das von der Unfähigkeit der Regierung ablenken soll.

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