Verfrühter Jubel: Endet die Pflegereform wie die Heeresreform?

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Verfrühter Jubel: Endet die Pflegereform wie die Heeresreform?

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Anspruch und Wirklichkeit klaffen in diesem Land – wie so oft – weit auseinander. Die jetzt locker gemachte und bejubelte Pflegemilliarde für die Pflegereform soll zeigen, dass diese Regierung eine handelnde und gestaltende ist und keine getriebene.

Der Druck der Öffentlichkeit, endlich etwas Sinnvolles auf den Weg zu bringen, hat wohl den Ausschlag dafür gegeben, auch wenn alles schon von langer Hand vorbereitet worden sei, wie man betont. No na! Die Pflegeverbesserung ist keine neue Forderung. Doch von der versprochenen Milliarde werden zunächst nur die professionellen Pflegekräfte richtig profitieren, sowohl im Hinblick auf ihre Ausbildung als auch auf ihre Bezahlung. Dagegen ist nichts zu sagen, doch müsste man auch die zu Hause pflegenden Familienangehörigen von Schwerstbehinderten finanziell besser ausstatten, damit sie nicht um jeden Cent betteln müssen.

Alltag durch Bürokratie erschwert

Schließlich ersparen sie dem Staat Heimplätze und Pflegepersonal. Die gängige Praxis aber ist, dass diesen Menschen der Alltag nicht erleichtert, sondern durch viel Bürokratie sehr erschwert wird – mehr oder weniger. Denn die einzelnen Bundesländer gehen unterschiedlich damit um. Dies sollte man unbedingt ändern, doch es ist zu befürchten, dass diese Pflegereform dasselbe Schicksal nehmen wird wie die Heeresreform. Nach einer Weile kommen andere Probleme daher und alles, was einst vollmundig versprochen wurde, ist schnell vergessen, sozusagen Schall und Rauch.

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