Die Meinungsforscherin Sabine Beinschab, die in die Inseraten-Affäre der ÖVP verwickelt ist, soll laut Medienberichten heute offenbar festgenommen worden sein. Kurz vor der Hausdurchsuchung soll sie noch die Festplatte ihres Computers gelöscht haben. Sollte das so stimmen, wäre Verdunkelungsgefahr wohl der Grund für die Festnahme. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Bericht will die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) die aktuellen Entwicklungen nicht kommentieren. Beinschabs Anwältin soll die Festnahme nicht dementiert haben. Sabine Beinschab ist die Gründerin des Marktforschungsinstituts „Research Affairs“, das in den Inserate-Skandal der ÖVP verwickelt sein soll. Dieses führte seit einigen Jahren die Umfragen für die Mediengruppe „Österreich“ der Fellner-Brüder durch. Vor ihrer Selbstständigkeit arbeitete sie für das Meinungsforschungsunternehmen der späteren Familienministerin Sophie Karmasin.

Beinschab wird als Beschuldigte im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Inseraten- und Korruptionsaffäre der ÖVP geführt. Die WKStA beschuldigt sie, Umfragen für die Türkisen manipuliert zu haben. Veröffentlicht wurden die getürkten Umfragen dann in der in der Tageszeitung Österreich. Bezahlt wurden diese „Leistungen“ vom Finanzministerium, da Beinschab Scheinrechnungen ausgestellt haben soll. Als Leistungsbeschreibung soll ausgerechnet eine „Betrugsbekämpfungsstudie“ angeführt worden sein.