Allmählich reicht’s! Das ist nicht nur die Meinung vieler Wochenblick-Leser, sondern auch anderer Oberösterreicher, die die Naturschönheiten in ihrem Heimatbundesland so schnell wie möglich wieder genießen und auch uneingeschränkt auskosten möchten.

Ein Bericht von Kurt Guggenbichler

Großes Verlangen

„Gerade jetzt, wo die Natur sich wieder entfaltet, ist das Bedürfnis groß, sie auch zu erleben und zu erkunden“, weiß auch der oö. Naturschutzreferent Manfred Haimbuchner, der sich selbst schon darauf freut, wenn der Besuch – beispielsweise im Nationalpark – wieder uneingeschränkt möglich sein wird.

Gerade diese Krise zeige, sagt er, wie groß das Verlangen nach Naturerlebnissen in der Bevölkerung sei. Die Oberösterreicher wollen jetzt wieder ihre Berge und Almen erwandern und ihre Hüttengaudi genießen.

Beliebtes Seebad

Doch dort ist derzeit noch über allen Gipfeln Ruh‘. Ungetrübter Badespaß wird auch in den Freibädern nicht zu haben sein, gleichwohl Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf weiß, wie wichtig das Badeerlebnis für die Menschen als Kraftquelle ist.

Deshalb hat er bereits ein Konzept für die Öffnung des Strandbades ertüftelt. „Unser klares Ziel ist es, gerade jetzt in dieser Krisenzeit der massiven Einschränkungen, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich am See aufzuhalten“, betont Krapf.

Badefreuden im See dürften wohl unter Einhaltung der Abstandsregeln uneingeschränkt möglich sein. Gerade in der Krise sei das Verlangen der Bevölkerung nach Naturerlebnissen groß, bemerkt auch Haimbuchner.

Dahoam is Dahoam

Vor allem die Natur vor unserer Haustür wird jetzt wieder zunehmend an Bedeutung erfahren, glauben viele Oberösterreicher, darunter auch Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Konkret spricht er die Passage „Dahoam is Dahoam“ in der Landeshymne an, worunter man vor allem Regionalität verstehe, die in Zeiten wie diesen enorm an Bedeutung gewinne.

Sich „Dahoam“, beispielsweise im Salzkammergut gemütlich an einer Fischerhütte am See zusammenzuhocken und einen Saibling zu verspeisen, gehört auch zu den Träumen so mancher Wochenblick-Leser, die sich die sofortige Aufhebung aller Beschränkungen wünschen, um wieder behutsam in das Naturerlebnis Oberösterreich eintauchen zu können.