Wenn die Nasentropfen ausgehen, einfach die Augentropfen nehmen – wird schon wirken? Was völlig absurd klingt, scheint beim Vorhaben, die Bevölkerung gegen Covid-19 zu impfen kein Problem darzustellen. In England empfehlen die Gesundheitsbehörden jetzt allen Ernstes, von einem Impfstoff zum anderen zu wechseln, wenn nicht mehr genug übrig ist.

Die Covid-Impfung von Pfizer / Biontech erfolgt in zwei zeitlich versetzten Einzeldosen im Abstand weniger Wochen. Wenn beim zweiten Durchgang kein Impfstoff mehr verfügbar ist, soll einfach auf den Impfstoff des Konkurrenzanbieters AstraZeneca ausgewichen werden. Dass es sich dabei um zwei völlig verschiedene Wirkstoffe handelt, die jeweils separate Zulassungsverfahren durchlaufen mussten, scheint dabei genausowenig eine Rolle zu spielen wie das Wohl der Patienten. Hauptsache geimpft!

Keinerlei Testergebnisse

In einer früheren Version dieses Artikels haben wir berichtet, dass beide Impfstoffe mRNA-Genwirkstoffe beinhalten. Das ist falsch – und macht den Vorgang umso ungeheuerlicher. Während das aus allen Medien bekannte Mittel von Pfizer/Biontech auf dem erstmalig für Menschen zugelassenen mRNA-Prinzip beruht, basiert der Impfstoff von AstraZeneca auf einem Schimpansen-Adenovirus, in das das Gen für das SARS-CoV-2-Spike-Protein integriert wurde. Es handelt sich also um völlig unterschiedliche Impf-Prinzipien, die hier zur Kombination vorgeschlagen werden. Es hat unter Garantie weltweit noch nie einen Versuch oder eine Studie gegeben, solche Impfstoffe zu kombinieren, da alleine der Gedanke völlig absurd ist.

Wie die Kombinationsimpfung wirkt, ist völlig unklar. Wie schon betont, können derartige Kreuzversuche mit beiden Impfstoffen während der superschnellen Entwicklungsphase im letzten halben Jahr noch nicht getestet worden sein. Somit ist auch nichts über mögliche Nebenwirkungen bekannt, die schon bei der Verwendung von nur einem Impfstoff erheblich sein sollen. Doch das scheint die Behörden nicht weiter zu stören: Diese Impfkampagne erinnert ohnehin immer mehr an einen einzigen globalen Menschenversuch.

Ausgerechnet bei Risikopatienten

Wie französische und amerikanische Medien berichten, soll der „Impf-Mix“ im Bedarfsfall auch noch ausgerechnet bei Risikopatienten angewendet werden, und zwar wann immer „der Impfstoff nicht verfügbar ist oder Aufzeichnungen darüber fehlen, welcher Impfstoff im ersten Durchgang verabreicht wurde“. Und wenn etwas schief geht, so gilt dann wohl: „Bei Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder die Pharmaindustrie!“. (DM)