Sieg für Trump! Was Beobachter und Medien in den letzten Tagen noch für „nahezu unmöglich“ gehalten haben, ist nun eingetreten: Der streitbare Republikaner Donald Trump ist der neue Präsident der USA. Gratulationen gibt es bereits aus Frankreich (Le Pen), Russland und Österreich (HC Strache)! Amerikaner wünschen sich in den sozialen Medien gegenseitig „Merry Trumpmas!!!“, andere wollen fluchtartig das Land verlassen.

Ob sich nun alles ändern wird, ob die Märkte zusammenbrechen und die Promis auswandern werden, werden die nächsten Tage zeigen. Auch die erste mediale Aufregung in den sozialen und den konventionellen Medien wird sich beruhigen – denn der neue erste Mann im Staat heißt nun Trump, und die öffentliche Meinung wird auch das akzeptieren. Um 8.31 Uhr meldeten die Agenturen AP und Reuters, dass der Republikaner die entscheidende Mehrheit in Pennsylvania klar gemacht habe.

Ein historischer 9. November

Die echte oder auch medial herbei geschriebene Panik war Mittwochfrüh jedenfalls groß. Die Tageszeitung „Telegraph“ veröffentlichte auf Twitter Google-Suchergebnisse aus den USA, wonach die Zahl der Suchanfragen nach dem Begriff „Emigrate“ (Auswandern) massiv angestiegen sei, seit dem Trump in der Nacht in den Umfragen führt. Medien versuchen bereits das Phänomen der „nicht durchschaubaren Wähler“ zu erklären, wie das auch bei Wahlen in Europa bekannt ist.

Die Sängerin „Cher“ sah sich sogar an das nationalsozialistische Deutschland der 1930er-Jahre erinnert …

"Merry Trumpmas!!!" USA feiert Präsident

Gratulation aus Frankreich und Österreich

Aus Großbritannien wird bereits gespottet: Der Trump-Sieg sei viel schlimmer als der BREXIT. Von Wien aus gratuliert FPÖ-Chef HC Strache via Facebook: „Herzliche Gratulation, dem neu gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Donald J. Trump! Die politische Linke und das abgehobene sowie verfilzte Establishment wird Zug um Zug vom Wähler abgestraft und aus diversen Entscheidungsfunktionen heraus gewählt.

Gut so, denn das Recht geht vom Volk aus.“ Aus Frankreich kommt Zustimmung, zumindest von der stärksten Oppositionskraft: Die Parteichefin des französischen Front National, Marine Le Pen, hat dem „neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, und dem freien Volk der Amerikaner“ via Twitter bereits um 07.30 Uhr zur Wahl gratuliert.

Gekaufter Trump?

In einer Hintergrund-Reportage berichtete der ORF über die finanziellen Hintermänner der US-Wahl und stellte sinngemäß fest: Egal, wer die US-Wahl gewinnt, die Bank gewinnt immer. In diesem Fall die Wallstreet und ihre mächtigen Geldgeber, die beide Kandidaten im US-Wahlkampf wesentlich finanziert hätten.  Fest steht: Donald Trump war der klare Außenseiter, kein Wunschkandidat des „Establishments“ und konnte trotzdem gewinnen.

Seine Wahl wird die Debatte um die sogenannten „Rechtspopulisten“ weltweit erneut entfachen – diesmal aber unter anderen Vorzeichen, denn diesmal ist der „mächtigste Mann der Welt“ einer der Vorzeige-„Populisten“.

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