Mark Zuckerberg kündigt Meta, den neuen Namen und das neue Logo des Unternehmens an

Mark Zuckerberg kündigte vorigen Donnerstag an, dass der Facebook-Konzern künftig „Meta“ heißen soll. Unter der neuen Dachmarke sollen die Dienste wie Facebook, Instagram oder Messenger stehen. Der neue Konzernname soll den Fokus auf die geplante digitale Welt „Metaverse” lenken, die physische und virtuelle Elemente vereint. Es ist ein weiterer Schritt in der Verschmelzung der realen und der digitalen Welt, ganz im Sinne der Transhumanisten und Klaus Schwabs WEF. Für Belustigung sorgte der neue Name indes bei Hebräisch-Sprechern. Denn im Hebräischen bedeutet „Meta“ so viel wie tot. Facebook tot? Ein neuer Hashtag war schnell geboren.

  • Umbenennung von Facebook in „Meta“
  • Virtuelle und erweiterte Realität als Teil des neuen „Metaverse“
  • Großer Schritt in Richtung transhumanistischer Dystopie – der berührungslosen Welt
  • Dienst an der Agenda 2030?
  • Kritik an den Plänen Zuckerbergs aus IT-Branche
  • Hebräisch-Sprecher sind amüsiert: Meta bedeutet ‚tot‘ auf Hebräisch
  • US-Demokratin: Meta ist Krebs für Demokratie

„Wir glauben, dass das ‚Metaverse‘ der Nachfolger des mobilen Internets sein wird”, erklärte Zuckerberg. Mit den neuen Namen wolle der Konzern auch stärker aus dem Schatten seiner bisher wichtigsten Plattform Facebook treten. Neben Instagram gehören auch die Plattformen WhatsApp und Messenger zum Konzern, wobei diese Dienste ihre Namen behalten sollen.

Virtuelle und erweiterte Realität

„Wir werden heute als Social-Media-Unternehmen gesehen, aber im Kern sind wir ein Unternehmen, das Menschen verbindet”, gibt sich Zuckerberg menschenfreundlich. Unter dem Namen „Facebook“ habe sich nicht mehr die gesamte Angebotspalette des Konzerns widerspiegeln können. Das „Metaverse” soll gemäß den Vorstellungen Zuckerbergs stark auf virtuelle Realität (VR) bauen. Dabei kann der Nutzer mit speziellen Brillen verschiedene digitale Welten erleben. Bereits 2014 erstand der Konzern daher die Firma Oculus, einen führenden Hersteller dieser Brillen. Der Name Oculus auf den Brillen soll nun durch Meta ersetzt werden. Ein weiterer Baustein soll nach Zuckerberg die sogenannte „erweiterte Ralität“ (Augmented Reality, AR) sein, bei der digitale Inhalte in die reale Welt projiziert werden.

Transhumanistische Dystopie

Das „Metaverse” soll dem Nutzer das Gefühl geben, vor Ort zu sein, führte Zuckerberg aus. „Wenn ich meinen Eltern ein Video meiner Kinder schicke, werden sie das Gefühl haben, dass sie mit uns zusammen sind.” Wie man das technologisch erreichen könnte, blieb allerdings vorerst noch unklar. Der Ausbau dieser neuen virtuellen „Metaverse”-Welten soll unter dem Namen „Horizon” erfolgen. „Horizon Home” solle ein neues, „sozialeres” Zuhause für Nutzer von VR-Brillen werden. Es soll möglich sein, reale Gegenstände einzuscannen, damit diese dann auch im „Metaverse” vorhanden sind, meinte der Social-Media-Milliardär. Umgekehrt soll es auch möglich sein, Gegenstände aus der virtuellen Welt in die tatsächliche Realität zu projizieren. Für Arbeit und Freizeit könnten die Nutzer verschiedene Avatare verwenden.

Zuckerberg im Dienst der Agenda 2030?

Bis zum Jahr 2030 erwartet man sich rund eine Milliarde Nutzer im Netzwerk. Ein großer Schritt in Richtung der transhumanistischen Dystopie der Weltumstürzler-Eliten im Gefolge von Klaus Schwab und seiner Agenda 2030, vor der die Aktivistin Naomi Klein eindringlich warnte (Wochenblick berichtete): einer berührungslosen Welt, in der die eigene Wohnung zu allem Möglichen werden kann – aber eben auch zum Gefängnis, wenn die Regierung es so will.

Kritik an Zuckerbergs Plänen aus IT-Branche

Der Chef des „Pokémon Go”-Entwicklers Niantic, John Hanke, warnte davor, dass das Eintauchen in künstliche Welten der falsche Weg sei. Es müsse vielmehr darum gehen, die Realität digital zu verbessern. „Die echte Welt wird gewinnen”, „weil sie relevanter für uns ist”, bewertete er Zuckerbergs Ankündigungen.

Belustigung auf Twitter

Das Facebook-Logo mit dem gehobenen „Like”-Daumen vor dem Hauptquartier wurde gegen eine gebogene Schleife ausgetauscht. Das neue Logo wurde auch prompt belustigt mit dem einer amerikanischen Brezelkette verglichen. Die Burgerkette Wendy’s erinnert der neue Name Facebooks offenbar an eigene Produkte: ‚Meat‘, also Englisch für Fleisch, scherzte man auf Twitter. Eine Belustigung der jüdischen Gemeinschaft soll Facebook auf Jahre sicher sein, denn Meta soll auf Hebräisch ‚tot‘ bedeuten. Der neue Hashtag #FacebookDead war schnell geboren.

Auf Hebräisch bedeutet ‚Meta‘ ‚tot‘. Die jüdische Gemeinde wird diesen Namen noch für Jahre lächerlich machen, schreibt eine Nutzerin als Reaktion auf die Akündigung von Facebook.

Kritik von Demokraten: Krebs für Demokratie

Die großangelegte Aktion von Facebook könnte ein Ablenkungsmanöver sein. Der Konzern kam kürzlich in Bedrängnis aufgrund von Unterlagen, die von einer ehemaligen Mitarbeiterin öffentlich gemacht wurden (Wochenblick berichtete). Frances Haugen wirft Facebook vor, Profite über das Wohl seiner Nutzer zu stellen. Allerdings fordert Haugen eine staatlich beaufsichtigte Zensur der Plattform, weil ihrer Meinung nach viel zu wenige Inhalte gelöscht würden.

Im US-Kongress, der momentan Big-Tech unter die Lupe nimmt, kam Zuckerbergs Idee weniger gut an. „Meta wie in ‚wir sind Krebs für die Demokratie, der in eine globale Überwachung und Propagandamaschine für autoritäre Regime metastasiert‘“, schrieb beispielsweise die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Der einflussreiche demokratische Senator Richard Blumenthal sprach eine Warnung in Richtung des Tech-Giganten aus: man könne sich mit der Namensänderung nicht aus der Verantwortung stehlen.

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