Migranten in Schweden und Norwegen ergreifen jetzt drastische Methoden, um den Folgen der „Verwestlichung“ ihrer Kinder in den dortigen liberalen Gesellschaften gegenzusteuern. Sie schicken ihren Nachwuchs in „Erziehungscamps“ und Koranschulen nach Kenia oder Somalia. Oft werden sie dort auch zwangsverheiratet.

Vor allem nach Kenia und Somalia

Die Außenministerien von Schweden und Norwegen beobachten besorgt die Zunahme solcher Fälle. Sie betreffen vor allem Jugendliche aus Kenia und Somalia. In Schweden mussten sich die Ämter Im Vorjahr mit 104 solcher „Familienstreitigkeiten“ herumschlagen. In Norwegen waren es 170 Fälle, wobei man annimmt, dass die Dunkelziffer viel höher ist. Vor allem Kinder somalischer Migranten werden häufig in den Koran-Schulen in Mogadishu aufgegriffen. Dort herrscht die islamistische Terrorgruppe al-Shabaab. Die Jugendlichen berichten von Auspeitschung und dass sie angekettet werden. Laut einschlägigen Berichten in Norwegen sollen vier von zehn Kindern mit somalischem Hintergrund davon betroffen sein. In Somalia heißen die Camps „dhagan celis“ (zurück zur Kultur), berichtet Svenska Dagbladet

Boot-Camp-Drill und Koran gegen Verwestlichung

Bei den sogenannten „Bildungsreisen“ wird den Kindern vorgegaukelt, dass sie Ferien in ihren Herkunftsländern bei Verwandten machen. Dort angekommen, werden ihnen die Pässe abgenommen. Entweder kommen sie in die „Obhut“ von Verwandten oder sie landen in speziellen Erziehungsanstalten, die in Kenia etwa als „Rehabilitations-Lager“ bezeichnet werden. In diesen Anstalten werden Jugendliche – ähnlich wie in den Boot-Camps in den USA – mit Drill und Gewalt wieder „in ihre Kultur zurückgebracht“. Eine solche „Bildungsreise“ kostet zwischen 200 und 500 US-Dollar.

Norwegen plant neue Gesetze

In Norwegen wird jetzt ein neues Gesetz diskutiert, wonach die Ausstellung von Pässen für gefährdete Kinder verweigert werden kann. Zudem sollen Eltern, die ihre Kinder nachweislich in Camps oder Koranschulen schicken, die Aufenthaltserlaubnis entzogen werden.