Im letzten Jahr stieg die Zahl der Migranten/Flüchtlinge in Deutschland auf 1,8 Millionen Personen. Und es werden täglich mehr. Wohin damit und „wer soll das bezahlen“, fragt sich die Bundesregierung jetzt und hat – gemeinsam mit der evangelischen Kirche – auch schon eine Lösung parat: ehrenamtliche Paten sollen „Schutzbedürftige“ aufnehmen, betreuen und rundum finanziell versorgen. Notfalls auch mit Kredit.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Das Interesse an dem Projekt ist nicht so groß, wie erhofft. 25 Mentorengruppen haben sich bisher erst gemeldet. Das reicht aber nicht aus für die 500 Migranten, die Deutschland noch in diesem Jahr direkt einfliegen wollte. Die bisher Mitwirkenden sind Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden, Gemeinden oder private Gruppen. Sie werden geschult und könnten ab Oktober/November die ersten Flüchtlinge in Empfang nehmen. Das Projekt nennt sich „Neustart im Team“ (NesT).

Patenpflicht: Wohnung, Mietkosten, Verantwortung

Das geringe Interesse ist nicht verwunderlich. Denn für so eine Patenschaft braucht man Zeit, Geld und wahrscheinlich viel Toleranz und Kulturverständnis. Doch wer Zeit hat, hat oft nicht genügend Geld. Und wer finanziell gut dasteht, hat keine Zeit für eine umfassende Betreuung – weil er ja arbeitet. Zudem muss der Pate eine Wohnung organisieren und die Miete für zwei Jahre zahlen. Man ist generell verantwortlich für seinen „Schützling“.

Pate kennt „Schützling“ nicht

Zudem können sich Paten nicht aussuchen, wer zu ihnen kommt. Die Zuteilung erfolgt über das zuständige Bundesamt für Migration und Integration. Dieses wiederum „erhält“ die Zuwanderer aus dem UNO-Wiederansiedlungsprogramm aus Flüchtlingslagern im Libanon, Jordanien, Äthiopien oder Ägypten. Wie man täglich liest, sind solche Menschen oft traumatisiert und finden sich nur schwer in der deutschen Gesellschaft zurecht. Auch das dürfte potenzielle Paten abschrecken.

Kirche gibt Kredit für Patenschaft

Ungeachtet dessen, halten Kirche und Bundesregierung es sogar für denkbar, die Zahl der Plätze von 5.000 mittelfristig auf 50.000 zu erhöhen, sagte Oberkirchenrat Ulrich Möller. Seine Kirche würde sogar Darlehen für interessierte Mentoren auflegen. Dass für diesen politischen und gesellschaftlichen Wahnsinn letztlich die Steuerzahler aufkommen und dazu noch den unvermeidlichen und täglich schlimmer werdenden Kulturkrieg ausbaden müssen, scheint diesen Migrations-Enthusiasten völlig egal zu sein.

Kommunen sollen Wohnraum bereitstellen

Und weil sich Wohnraum in Deutschland dramatisch verknappt und selbst Deutsche die Miete für eine Zwei-Zimmer-Wohnung kaum mehr aufbringen, geschweige denn, eine Eigentumswohnung kaufen können, hat die Regierung noch eine schöne Idee: auch „interessierte“ Städte und Gemeinden sollen stärker mitwirken. „Kommunen, Organisationen oder Einzelpersonen können zum Beispiel Wohnraum zur Verfügung stellen, oder es können Unterstützungsfonds aufgelegt werden“, schlägt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), vor.