Migrantenopfer Attila: Sein Schicksal interessiert die Medien nicht
Hintergrund/Screenshot YouTube; Attila Bárándi/alfahir.hu

Halb tot wurde der ungarische LKW-Fahrer Attila Bárándi von Calais nach Ungarn gebracht. Attilas größter Wunsch ist es, wieder „seinen“ Lastkraftwagen zu fahren. Das geht nur, wenn er sein Trauma überwinden kann und wieder stark ist. Darum kämpft er jetzt mit aller Kraft. In einem Fahrschul-Training lernt er gerade, sich wieder an die Dunkelheit zu gewöhnen. Der „Wochenblick“ hat mit ihm gesprochen.

Psychatrie, Krankenhaus, Panikattacken

Wochenblick: Herr Bárándi, wie geht es Ihnen? Sind Sie noch in Behandlung?
Attila Bárándi: Ja. Ich war sieben Monate lang in der Psychiatrie, seit Mai bin ich zu Hause mit regelmäßigen Kontrollen im Krankenhaus. Es geht mir besser, es gibt aber auch schwere Zeiten, wenn Panik und Angst mich packen.

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Können Sie wieder als LKW-Fahrer arbeiten?
Ich hoffe darauf. Momentan könnte ich keine Nacht in einem LKW verbringen.

Hat Ihr Arbeitgeber etwas für Sie getan?
Nein, im Gegenteil. Er verhinderte die Auszahlung meines Krankengeldes. Nach der Attacke weigerte er sich, mich nach Hause zu holen. Meine Frau hat ihn über das französische Konsulat dazu gezwungen. Er hat all das nie als „Arbeitsunfall“ anerkannt.

„Wochenblick“ half mit Spendenaufruf

Wir haben mit einem Spendenaufruf über Ihre Geschichte berichtet…
Ich bin diesen unbekannten Helfern unendlich dankbar…. 425 Euro wurden gespendet. Jetzt bekomme ich im Monat 225 Euro Krankengeld, von dem müssen wir irgendwie leben.

Haben NGOs, die sich für (illegale) Migranten stark machen, Hilfe angeboten?
Nein. Das Außenministerium und andere versprachen uns Hilfe. Nichts geschah. Die Parlamentspartei Jobbik hat uns unterstützt, dafür bedanken wir uns.

Haben Sie Regierungschef Viktor Orbán Ihren Fall geschildert?
Ich dachte daran. Aber ich fühle mich sehr klein. Das Außenministerium hat mich im Stich gelassen. Ich habe an viele Stellen in Ungarn geschrieben… In meiner Verzweiflung auch an unseren Präsidenten, János Áder. Bisher keine Antwort.

Echte Flüchtlinge verhalten sich anders

Wie ist das mit Ihren Menschenrechten?
Niemand fragte danach… Aber man soll die Menschen respektieren. Echte Flüchtlinge pöbeln nicht, zwingen anderen nicht ihre Lebensweise auf. 1920 sind die Ungarn geflohen, wegen der Wirtschaft. 1956 wegen der Politik. Sie haben nie jemandem ihre Kultur aufgezwungen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was wäre das?
Dieses Trauma schnell überwinden, damit es mich nicht ein Leben lang begleitet.

Todesangst und Suizidgedanken: Die Angst bleibt…

Möchten Sie der Öffentlichkeit noch etwas mitteilen?
Viele Menschen verurteilen mich – warum werde ich nicht gesund, etc. Nur wer diese körperlichen und mentalen Schmerzen selbst erlebt hat, wird mich ernst nehmen. Drei Stunden Todesangst, mein Arbeitgeber gab mich auf – ich dachte daran, mir im LKW das Leben zu nehmen, um diese Qual zu beenden. Das versteht nur, wer es selbst erlebt hat. Niemand sollte urteilen – denn keiner weiß, ob ihm so etwas einmal passiert… Wenn ich darüber rede oder schreibe, weine ich und durchlebe den schrecklichen Vorfall erneut in meinem Kopf. Leider passiert das immer wieder.

Attila Bárándi braucht unsere Unterstützung: „Wochenblick“-Leser helfen diesem Opfer der Migrantengewalt

Sie können hier spenden!

Geprüftes Spendenkonto:
Bárándi Attila
SWIFT/BIC: OTPVHUHB
IBAN: HU31 1177 3384 0827 2405 0000 0000

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