Um in Deutschland Asyl beantragen zu können, wollten illegale Migranten von Wien aus mit dem Taxi nach Deutschland fahren.

Da freute sich ein Wiener Taxifahrer, als mehrere Personen in sein Fahrzeug stiegen und als Fahrtziel Deutschland angaben. Schließlich hat auch das Taxigewerbe unter einem Corona-bedingten Umsatzrückgang zu leiden und der hohe Fuhrlohn kommt da gerade recht. Allerdings dämmerte dem Taxler sehr bald, dass das doch nicht ganz so glatt gehen würde, wie ursprünglich erhofft.

Taxifahrer sprach fließend arabisch

Schon unterwegs auf der Westautobahn in Niederösterreich löste der Fahrer schließlich den stillen Alarm aus – zum Schlepper wollte er dann doch nicht werden. Denn der Taxifahrer beherrschte arabisch fließend und konnte somit die Gespräche seiner Fahrgäste verstehen, in denen es sich um Asyl und Deutschland drehte. Die Polizei reagierte umgehend auf den Alarm und schon bald folgten sechs Streifenwagen dem Taxi auf der Autobahn, bis sie es bei Pyhra (Bezirk Sankt Pölten-Land) stoppen konnten.

Doch Asyl in Österreich statt in Deutschland

Der Polizei gab der Taxler an, dass es sich um eine normal gebuchte Fahrt gehandelt habe und er auch nicht bedroht worden sei. Seine Fahrgäste, die illegal in Österreich waren, suchten sofort um Asyl an, da ihnen die Weiterfahrt nach Deutschland verwehrt war. Die Migranten wurden nach dem Fremdengesetz vorläufig festgenommen. Ob der Taxifahrer einen Fuhrlohn bekommen hat, ist nicht bekannt.