Gratistickets für Ukraine-Flüchtlinge: Sicherheitskrise im deutschen Zugverkehr

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Chaos durch „Neun-Euro-Ticket” und „Help-Ukraine-Ticket”

Gratistickets für Ukraine-Flüchtlinge: Sicherheitskrise im deutschen Zugverkehr

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Ab dem 1. Juni gilt für drei Monate das von der Regierung als Ausgleich für Spritpreis-Irrsinn und allgegenwärtige Kostenexplosion eingeführte „Neun-Euro-Ticket“. Es kommt zu weiteren Fahrpreisvergünstigen hinzu, wie etwa dem „Help-Ukraine-Ticket“, das bereits für die 600.000 ukrainischen Migranten in Deutschland gilt. Doch schon jetzt gibt es massive Probleme, es zeichnet sich ein heilloses Chaos ab.

Wie gründlich eine der unbedachten Wohltaten, die der linkslastige deutsche Altparteienstaat seinen Bürgern so großzügig gewährt, um von seinem eigenem Totalversagen abzulenken, nach hinten losgehen kann, dafür ist das vom 1. Juni bis 31. August geltende „Neun-Euro-Ticket“ der Bundesregierung für alle Deutschen (bzw. „hier Lebenden“) ein eindrucksvoller Beweis.

Eigentlich sollte mit der “Wohlfahrtsmaßnahme” der Umstieg auf den ÖPNV für gebeutelte Autofahrer und häufige Flugpassagiere attraktiv gemacht werden. Groteske 2,5 Milliarden Euro sind für dieses politische Ablenkungs- und Beschwichtigungsmanöver im Bundeshaushalt eingeplant . In einem Land mit maroder Infrastruktur, das sich zudem mit der seit 2015 anhaltenden unkontrollierten Aufnahme von Migranten hoffnungslos überfordert, trägt das Billigticket jedoch noch zum Kollaps bei.

Schon bisher Infrastruktur- und Fahrplanprobleme

Denn: Die Deutsche Bahn hat ohnehin seit Jahren mit ihrer Unpünktlichkeit, einer Unzahl nicht einsatzfähiger Züge, extremer Personalnot und einem hoffnungslos veralteten Schienennetz zu kämpfen. Im April diesen Jahres kamen nur noch 69 Prozent der Züge fahrplangemäß an. Bis 2030 will man es auf eine Quote von immerhin 85 Prozent schaffen; für die öffentlichen Schienenbetriebe in China oder Japan wären selbst das noch apokalyptische, inakzeptable Verhältnisse.

Zu den durch das Billigticket angelockten Tagesgästen, Jugendlichen und Urlaubs-Bahntouristen, die den Berufspendlern und auf Bahnreisen zwingend angewiesenen Fahrgästen die Plätze wegnehmen und Einhaltung ihrer Termine verunmöglichen, gesellen sich noch die derzeit über 600.000 in Deutschland lebenden ukrainischen Flüchtlinge, für die bereits das „Help Ukraine Ticket“ gilt.

Mit diesem können sie kostenlos zu ihrem Zielbahnhof reisen und von dort – jedenfalls noch bis einschließlich 31. Mai – wiederum kostenlos mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln weiterreisen. Allerdings werden diese Tickets – schon aufgrund sprachlicher Barrieren und zur Vermeidung des Anscheins irgendeiner Form von diskriminierender „Flüchtlingsfeindlichkeit” – vom Bahnpersonal so gut wie gar nicht kontrolliert, so dass es sich im Prinzip hier um einen Freifahrtschein handelt. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) empfiehlt den Flüchtlingen jedoch sicherheitshalber ebenfalls die Nutzung des Neun-Euro-Tickets.

Sicherheitskrise in Zügen und Bahnhöfen

Damit ist schon jetzt absehbar, dass dem völlig überlasteten Bahnsystem ab Mitte dieser Woche ein Ansturm von Fahrgästen droht, den dieses kaum bewältigen kann. Sowohl der Bahn-Betriebsrat als auch die Bahnpolizei warnten bereits vor Zug- und Personalknappheit und den daraus resultierenden erhöhten Sicherheitsrisiken: Diese könne etwa zur Schließung von Bahnhöfen und zu Zugräumungen führen.

Der Vize-Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Manuel Ostermann sagte: „Aus ­sicherheitsspezifischer Sicht kann das 9-Euro-Ticket eine Katastrophe werden.”  Um die Kontrolle beim Personenverkehr nicht gänzlich einzubüßen, soll auch der Güterverkehr beschränkt werden. Und natürlich – wie sollte es im hundsmiserabel regierten Deutschland anders sein – herrscht auch Verwirrung darüber für welche Züge das Neun-Euro-Ticket überhaupt gilt.

Alleine in München 38.000 Tickets ohne Namen verkauft

Obwohl es nicht auf andere übertragbar ist und nur von der Person benutzt werden darf, die ihren Namen im dafür vorgesehen Feld eingetragen hat, wurden in München bereits 38.000 (!) Tickets ohne Namensfeld verkauft, die trotzdem ihre Gültigkeit behalten sollen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) rechtfertigt dies damit, dass es an den ersten beiden Tagen des Verkaufs „technisch nicht möglich gewesen“ sei und empfiehlt, den Namen eben auf die Rückseite zu schreiben. Damit allerdings ist Fälschungen und Namensmissbrauch bei allen ausgestellten Tickets Tür und Tor geöffnet.

„Dieses Ticket ist einfach nur ein Schnellschuss”, sagte Stefan Hofmeir von der Aktion Münchner Fahrgäste. Zudem werden viele Kontrolleure gar nicht über die erforderlichen Geräte verfügen, um das Dokument im Fahrbetrieb kontrollieren zu können – sodass es bereits Empfehlungen gibt, den Kontoauszug mit dem Zahlungsnachweis über den Erwerb des Tickets mitzuführen.

Am Ende könnte damit das Gegenteil des gewünschten Effekts erreicht werden: Zermürbte Kunden werden sich doch wieder Auto oder Flugzeug zuwenden, die Bahnhöfe und Züge kollabieren, es kommt zu Sicherheitslücken und damit zu möglichen Gewalttaten und der eingeschränkte Güterverkehr, um all das zu ermöglichen, trägt noch zur Verschlimmerung des Lieferkettenproblems bei.

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