Migrantengewalt und Clankriege werden als „Auseinandersetzungen im Rockermilieu“ verharmlost

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Migrantengewalt und Clankriege werden als „Auseinandersetzungen im Rockermilieu“ verharmlost

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Am Mittwochabend kam es im Duisburger Stadtteil Marxloh zu einem bewaffneten Zusammenstoß von „80 bis 100 Personen“, die laut Polizeiangaben „mit Schlagstöcken und Schusswaffen“ aufeinander losgingen. Den wenigen dort noch lebenden „biodeutschen“ Einheimischen blieb nur in Deckung zu gehen. Die anschließende öffentliche Diskussion könnte verlogener und gleichgültiger nicht sein; dabei handelt es sich um das, was in Deutschland und Europa bald überall Normalität sein wird.

Von Daniel Matissek

Dass Deutschland zum Aufmarschgebiet verfeindeter Gruppen wird – ob diese nun religiöser oder ethnischer Art sind oder aus Revierkonflikten resultieren -, wird immer offensichtlicher. Der Zerfall des Landes in Parallelmilieus zeugt nicht nur vom grandiosen Scheitern der Lebenlüge „Integration“, sondern auch von einer zunehmenden Anarchie und Unfähigkeit des Staates, sich den „neuen Herren” entgegenzustellen.

„Lebenslüge Integration”

Berlin und Nordrhein-Westfalen sind fest in der Hand arabischer und kurdischer Großfamilien, oftmals aus dem Libanon, und immer wieder kommt es zu regelrechten Bandenkriegen. So wohl auch am Mittwoch, wo am Ende „vier schussverletzte Personen“ zurückblieben; 15 Personen wurden verhaftet (und nach der erkennungsdienstlichen Behandlung auch gleich wieder entlassen, weil sie sich nicht zu dem Vorfall äußern wollten). Noch in der Nacht hatte die Polizei das Haus einer libanesischen Großfamilie gestürmt, die Verdächtigen hatten sich jedoch bereits abgesetzt. Speziell Duisburg gehört, neben Berlin und Bremen, zu den Städten, deren Unterwelt von den kriminellen arabischen Familienclans praktisch völlig beherrscht wird.

Konkreter Anlass des kriegsartigen Zusammenstoßes war hier offenbar ein seit längerem schwelender Konflikt zwischen der Rocker-Gang Hells Angels (selbst teilweise in „migrantischer” Hand) und dem libanesischen Saadoo-Clan, um Profite aus kriminellen Geschäften. Normalerweise regeln in diesen Kreisen eigene „Friedensrichter“ allfällige Streitigkeiten ; der am Mittwoch gescheiterte Versuch einer „Aussprache” führte dann allerdings zu der gewaltsamen Eskalation, die ebenfalls „rechtsstaatsfern“, nach alter Väter Sitte, mit Fäusten, Messern und Knarren ausgetragen wurde.

Die üblichen Polit-Phrasen

Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) sagte: „Ich bin schockiert und traurig. Natürlich müssen wir abwarten, was die polizeilichen Ermittlungen ergeben. Klar scheint: Hier wurden Auseinandersetzungen im Rocker- und Clanmilieu auf offener Straße ausgetragen, unbeteiligte Menschen wurden in Lebensgefahr gebracht. Ein ganzer Stadtteil wurde in Angst und Schrecken versetzt.“ Vom nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul verlangte er, „die Hundertschaft der Polizei im Duisburger Norden zu belassen.“ Dies sei „alternativlos.“

Allein in Duisburg gibt es nach Angaben der Sicherheitsbehörden 75 kurdisch-libanesische Großfamilien, die mit oder gegen Rocker-Gruppen um die Vorherrschaft im Ruhrgebiet kämpfen. Laut dem nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt rangiert der Saadoo-Clan auf Rang sechs unter den 112 registrierten Familiensyndikaten. Der eigentlich ausschlaggebende Aspekt der wuchernden Clan-Kriminalität gerät in der medialen Berichterstattung vielfach in den Hintergrund. Stattdessen wird häufig lediglich von einem „Rocker-Konflikt“ oder ähnlichem gesprochen.

Betonung auf „Rocker“

Die durch anhaltende Migration, auch aus dem arabischen Raum, zunehmende Verstärkung der Familienclans wird jedoch kaum als eskalierender Faktor thematisiert. Dies zeigt sich auch an der Stellungnahme des Duisburger Polizeipräsidenten Alexander Dierselhuis, der erklärte, nicht von einer weiteren Eskalation auszugehen. „Die Gewalt so auf die Straße zu tragen, ist für die Organisierte Kriminalität geschäftsschädigend.“ Daraus könnte man schließen, dass die Clan-Kriminalität nur dann Anlass zur Sorge gibt, wenn sie in offene Gewalt ausartet.

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul äußerte sich widersprüchlich: einerseits bezeichnete er die Bilder aus Duisburg als „schockierend“, wollte aber nicht von einer neuen Dimension der Gewalt sprechen, andererseits betonte er wieder, die Clan-Kriminalität sei „keine PR-Erfindung, sondern ein Riesenproblem, dass die Menschen besonders im Ruhrgebiet in Angst und Schrecken versetzt. Totschweigen ist keine Lösung.“

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