Warum sollte man einen illegalen Immigranten wegen Mordes verurteilen, der einen anderen Menschen vor die einfahrende U-Bahn stößt? Was die Beweggründe des Richters für ein extra-mildes Urteil waren, ist unbekannt. Dass Richter in Berlin immer wieder von Clans bedroht werden ist bekannt. Doch ein solcher Zusammenhang wäre reine Mutmaßung. Was übrig bleibt ist die Tat, das Urteil und das Entsetzen bei der Bevölkerung.

Am 29. Oktober 2019 stieß der Marokkaner Zakaria L. (27) eine iranischen Flüchtling im U-Bahnhof Kottbuser Tor vor einen einfahrenden Zug. Das Opfer war der Begleiter eines Drogendealers, der ihm zuvor nichts verkaufen wollte. Der Täter war illegal in Deutschland aufhältig, eigentlich wurde ihm bereits die Ausreise aufgetragen.

Tötung, weil Illegalem die Drogen ausgingen

Laut deutschen Medien stand der Täter um 10 Uhr auf, aß um 12 Uhr und begab sich mit Bier, Whiskey, Kokain und Tabletten zum Kottbuser Tor. Bis ihm die Suchtmittel ausgingen. Sein Opfer kannte er nicht. Es war zur falschen Zeit am falschen Ort. Als der Deal schiefging, drehten Dealer und sein Begleiter dem Marokkaner den Rücken zu. Dieser stieß den Iraker mit voller Wucht auf die Gleise, wo er sofort von der einfahrenden U-Bahn überrollt und 30 Meter mitgeschliffen wurde. Dabei wurde seine Halsschlagader durchtrennt. Jede Hilfe kam zu spät.

Nur „versuchte Körperverletzung“

Doch eine Verurteilung wegen Mordes und lebenslange Haft erschienen Richter Thomas Groß nicht tatangemessen. Er kam zu dem Schluss, dass der Täter den einfahrenden Zug nicht wahrgenommen hätte. Jemanden mit voller Wucht auf U-Bahn-Gleise zu stoßen beurteilte er als „versuchte Körperverletzung mit Todesfolge“. Nach vier Jahren und drei Monaten Haft, abzüglich der U-Haft-Zeit, wurde die Einweisung in eine Entzugsanstalt angeordnet.

Revision beantragt

Staatsanwältin Antonia Ernst soll sich entsetzt geäußert haben. Sie hält den Täter für einen Mörder und fordert weiterhin lebenslange Haft. Sie geht in Revision.