Fast 100 Städte in ganz Polen haben sich im Vorjahr zu „Schwulen- und Lesbenfreien“ (LGBT)-Zonen erklärt. Die EU streicht jetzt die von sechs Städten beantragten Förderungen, wegen Missachtung der EU-Werte.
Das Geld kommt jetzt von der polnischen Regierung. Polens Justizminister Zbigniew Ziobro kritisierte die „ideologisch motivierte“ Entscheidung der EU. 

Ideologisches EU-Diktat

Es gebe keine gesetzliche Grundlage für diese Entscheidung, Brüssel diskriminiere polnische Stadtregierungen, sagte Justizminister Ziobro. Man habe nun einen Vorgeschmack davon bekommen, wie die EU-Kommission mit Polen im Zuge des geplanten „Rechtsstaatlichkeits-Mechanismus“ verfahren würde.

Dieser knüpft die Vergabe von EU-Geldern an die Einhaltung der EU-Regeln. Ziobro überreichte nun dem Bürgermeister der Stadt Tuchow (nahe Krakau) im Rahmen einer Feier einen symbolischen Scheck in Höhe von 57.000 Euro.

Sie ist eine jener sechs Städte in Polen, deren Antrag auf EU-Fördergeld wegen ihres „Verhaltens gegenüber der LGBT-Gemeinschaft“ abgelehnt wurde. Begründung der zuständigen EU-Kommissarin Helena Dalli: EU-Werte und Grundrechte müssen von den Mitgliedstaaten und Behörden respektiert werden“.

Gegen aggressive LGBT-Propaganda

Tuchow bekommt jetzt das Dreifache des beantragten EU-Fördergeldes. Ziobro befürwortete die Entscheidung einiger Städte, Schwulen- und Lesbenfreie Zone zu sein.

Damit werden traditionellen Familienwerte gesichert, diese seien die beste Garantie zur Vermeidung von Kriminalität und Gewalt.
Im vergangenen Jahr haben fast 100 Städte unverbindliche Entschließungen verabschiedet, die die Geschlechterideologie und aggressive, linke LGBT-Propaganda ablehnen – sie werden umgangssprachlich als „LGBT-freie Zonen“ bezeichnet. 

Recht auf traditionelle Werte

Man wolle damit, „Kinder, Jugendliche, Familien und polnische Schulen vor sexuellem Verderben und Indoktrination zu schützen, was in westlichen Ländern schon zu vielen Fehl-Entwicklungen geführt habe.

Diese seien u.a. Akzeptanz von Pornographie, Abtreibung, sexuelle Kriminalität, die Krise der Familie, etc. Abgelehnt wird auch die „Förderung der Homosexualität“, „der Druck, der von Homopropaganda ausgehe“ und die „Auferlegung von LGBT-Aktivitäten, Programmen und Ideologien“, die zum Verderben der Kinder seien.
Kritisiert wird auch die Frühsexualisierung von Kindern, die von der Weltgesundheitsbehörde vorangetrieben werde. 

Erst kürzlich kam es in Polen zur Massenfestnahme von randalierenden LGBT-Aktivisten, die ihre Regenbogenfahne unter anderem auf eine Jesus-Statue hängten.