Aufgrund der steigenden Zahl sexueller Übergriffe, ist das Sicherheitsempfinden vieler Frauen in letzter Zeit deutlich gesunken. Doch die Angst und das Unbehagen ist nicht nur häufiges Gesprächsthema im Freundeskreis – viele Frauen, wollen sich aktiv auf den Ernstfall vorbereiten und suchen deshalb vermehrt Selbstverteidigungskurse auf.

Denn eines ist klar: Keine Frau will zum Opfer werden. Doch bei der großen Vielzahl von Angeboten, fällt die Entscheidung für den passenden Kurs oft schwer. Die „Wochenblick“-Redaktion hat sich deshalb entschlossen, eines dieser Kursangebote aufzusuchen und die dort gelehrten Verteidigungsmethoden zu beleuchten.

Krav-Maga-Training

Wir treffen uns deshalb mit Ulrich Gruber,  aus­gebildeter Krav-Maga-Trainer, welcher in Linz zahlreiche Selbstverteidigungskurse, unter anderem auch spezielle für Frauen anbietet. Diese Kurseinheiten sind den Krav-Ma­ga-Trainings angelehnt. Bei Krav Maga handelt es sich um das offizielle Nahkampfsystem der israelischen Polizei- und Militäreinheiten. Es gilt als besonders zeitgemäßes und effizientes Selbstverteidigungstraining.
Es wurde entwickelt, um den Anwender möglichst schnell in die Lage zu versetzen, Aggressionen jeder Art zu bewältigen. Krav Maga setzt dabei auf instinktive Bewegungen und natürliche Reflexe, die nicht langwierig eintrainiert werden müssen und vor allem unter besonderen Stresssituationen eingesetzt werden können. Im Krav Maga werden zusätzlich auch Szenarien mit mehreren Angreifern oder die Verteidigung bei Angriffen mit Waffen geübt.

Nachfrage sehr groß

Die Wahrscheinlichkeit, dass man einem solchen Szenario auf der Straße begegnet,  ist hoch. Bei den klassischen Kampfsportarten wie Boxen, Karate oder Kickboxen sind sie jedoch nicht vorgesehen und werden deshalb auch nicht trainiert.
Ein weiterer Vorteil ist, dass mit den erlernten Techniken auch durchaus körperlich schwächere Personen eine realistische Chance haben, einen Übergriff unbeschadet zu überstehen. Deshalb ist Krav Maga auch besonders gut für Frauen geeignet. „Die Nachfrage bei den Selbstverteidigungskursen war in den vergangen Monaten so groß wie noch nie! Vor allem nach den Silvestervorfällen in Köln war der Zulauf deutlich spürbar“, erzählt uns der erfahrene Trainer. „Mittlerweile sind gut 50 Prozent der Kursteilnehmer Frauen.

Die Hauptmotivation der Frauen ist ganz klar: Wenn ich auf mich alleine gestellt bin, will ich vorbereitet sein!“ erklärt er. In Zeiten, in denen die Polizei oftmals überlastet scheint und deshalb zu spät vor Ort ist, um Hilfe zu leisten, bleibt den Bürgern nichts anderes übrig, als sich selbst zu helfen…

 

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