Eine Auseinandersetzung mit ungewöhnlichen Waffen trug sich am Wochenende in Graz zu. Dabei stach ein Afghane mit einer Schere auf einen Landsmann ein. 

Der Vorfall trug sich unweit des Hauptbahnhofs zu. Auf offener Straße attackierte plötzlich ein Afghane (29) einen anderen Afghanen (24) mit einer Schere. Kaum zugestochen, flüchtete der Angreifer laut ORF in eine Unterführung, um wenig später von einer Polizeistreife festgenommen zu werden.

Motiv und Hergang unklar – Opfer musste ins Spital

Für das Opfer des gefährlichen Angriffs mit der sonst eher für Bastel- und Heimarbeiten nützlichen Klappklinge endete der Streit mit einer Verletzung. Der jüngere Afghane musste sich nämlich zur Behandlung ins Unfallkrankenhaus Graz begeben. Er trug oberflächliche Stichwunden am Oberkörper davon.

Weshalb es zum Streit kam – und wieso dieser dermaßen eskalierte – ist bislang unklar. Denn der Angreifer, wie sein Opfer in Graz wohnhaft, schweigt bisher zu seiner Tat. Auch ein Motiv konnte die Landespolizeidirektion daher bislang noch keines eruieren.

Auch in Graz: Hauptbahnhof als Afghanen-Hotspot

Wie in anderen Städten wie Linz oder Innsbruck, ist auch in Graz das Bahnhofsareal ein willkommener Anlaufpunkt für eine zusehends zwielichtige Afghanen-Szene. Erst im Dezember bedrohte dort ein amtsbekannter Afghane (23) einen Sicherheitsmann mit dem Umbringen, nachdem dieser ihn des Geländes verweisen wollte.

Die Problematik ist seit Jahren bekannt – dennoch tut man sich in der Mur-Metropole schwer, diesem Milieu Herr zu werden. Die Liste der Auseinandersetzungen ist lang, für überregionale Aufmerksamkeit sorgte im Spätherbst 2016 eine wilde Massenschlägerei zwischen Afghanen und Iranern auf dem Bahnhofsvorplatz.