Etablierte Medien, linke Politiker und radikale Moslems werden nicht müde, Hand in Hand zu betonen, wie schlimm die Gefühle von Gläubigen durch Mohammed-Karikaturen verletzt würden.

Kommentar von Willi Huber

Sogar der römisch-katholische Papst Franziskus stellte die Meinungsfreiheit 2015 kurz nach den Terroranschlägen auf Charly Hebdo in Frage: Wenn jemand seine Mutter beleidige, erwarte ihn ein Faustschlag. „Denn man kann den Glauben der anderen nicht herausfordern, beleidigen oder lächerlich machen.“

Es ist schon ganz erstaunlich, wie wichtig die zarten Gefühle der sensiblen Mohammedaner doch sind. Christen und andere Religionen kennen solche Gefühle offensichtlich nicht. Wie ließe sich sonst erklären, dass sie stillschweigend hinnehmen, wenn ihre Kirchen angezündet, ihre Gläubigen überfallen, geschlagen und geköpft oder Unbeteiligte auf der Straße mit Messern, Schusswaffen und Fahrzeugen ermordet werden? All diese Bluttaten geschahen „im Namen Allahs“, der – „allahu akbar“ – der Größte sei. Christen sind wohl selbst daran schuld, reihenweise getötet zu werden, weil in Frankreich irgendein Satiremagazin, das kein Mensch wirklich kennt, irgendwelche Karikaturen veröffentlicht hat.

Es ist an sich schon skandalös genug, die Diskussion über islamistische Gewalt gegenüber Ungläubigen nur auf den Karikaturenstreit zu verkürzen. Denn gemordet wurde auch schon ohne diese „praktische Ausrede“.