Ein angeblich 23-jähriger Syrer soll im August 2018 am Rande des Stadtfestes deinen Deutsch-Kubaner erstochen haben. Die Weltpresse berichtete in Folge weniger über die Tat als über angebliche fremdenfeindliche Ausschreitungen. Wie „Wochenblick“ aufdeckte, gab es solche „rechten Hetzjagden“ aber nicht, sie waren von linken Aktivisten frei erfunden.

Chemnitz dürfte für deutsche Behörden und Politiker einen wunden Punkt darstellen. Immer mehr Ermittlungspannen werden bekannt, welche für viele Beobachter dazu taugen, den Glauben an einen funktionierenden Rechtsstaat zu erschüttern.

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Polizeipannen schockieren

Zeugen berichteten vor Gericht, dass sie sich zu 100 Prozent sicher wären, dass es sich bei dem Angeklagten um den Täter handelte. Er soll das Opfer auch an der Kleidung zu Boden gerissen und auf ihn eingetreten haben. Im Verfahren stellte sich heraus, dass die Polizei nicht einmal eine Tatrekonstruktion durchgeführt hatte.

Nach der Verhaftung des Tatverdächtigen bemerkte ein Polizeibeamter, dass er blutverschmierte Hände hatte. Doch eine Untersuchung unterblieb. Weder wurden die Hände fotografiert, noch DNS-Proben genommen. Nicht einmal eine Protokollierung fand statt. Das Blut soll noch an den Händen gewesen sein, als der mutmaßliche Täter in die Gewahrsamszelle gebracht wurde. Der damals amtshandelnde Polizist rechtfertigte sich vor Gericht, dass eine Überprüfung „nicht seine Aufgabe gewesen“ sei. Sein Kollege gab an, das „sei vergessen worden“. Eine Protokollierung sei unterblieben, da er das als „nicht so wichtig“ erachtet habe.

„Whistleblower“ droht Strafe

Dass es sich beim mutmaßlichen Haupttäter um einen Syrer und seinem noch gesuchten Komplizen um einen Iraker gehandelt haben soll, erfuhr die Öffentlichkeit nur deshalb, weil ein mutiger Justizbeamter den Haftbefehl an die Presse „leakte“. Er gab später gegenüber „Compact“ an, dass er „das Gefühl hatte“, die Hintergründe der Bluttat hätten „sehr gedeckelt“ werden sollen. Aktuell sieht es so aus, dass dem Justizbeamte wegen seiner „Tat“ eine höhere Strafe droht, als den beiden Mordverdächtigen. Denn Indizienbeweise gibt es aufgrund des skandalösen Ermittlungsversagens nicht und Zeugenaussagen können vom Gericht frei interpretiert werden.