Wolfgang Mückstein (Grüne) wurde heute von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Hofburg als neuer Gesundheitsminister angelobt. Nach Dankesworten in Richtung des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Rudolf Anschober (Grüne) betonte der Bundespräsident die Wichtigkeit der weiteren Pandemiebekämpfung, für die der Allgemeinmediziner künftig verantwortlich zeichnen wird.

Von Christoph Uhlmann

„Die Impfungen schreiten voran und werden an Tempo zunehmen.“, kündigte Van der Bellen an und dürfte damit das Programm des Lockdown- und Impf-Fanatikers vorweggenommen haben. „Die Pandemie macht keine Pause. Packen wir es weiter an!“, stellt Van der Bellen klar und dem aufmerksamen Beobachter schwant bereits Fürchterliches: Es wird weitergehen, wie bisher.

Sneakers, lapidare Äußerungen

Mückstein begab sich in Sneakers – medienwirksam – mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu seiner Angelobung. „Als Werner Kogler mich gefragt hat, ob ich Gesundheits- und Sozialminister werden will, hab ich mir gedacht: Ja, da will ich mithelfen.“, schilderte Mückstein seine Entscheidung, Gesundheitsminister zu werden gegenüber dem Ö1-Morgenjournal. Zu seiner Kompetenz erklärte er: Er habe als Allgemeinmediziner, aber auch in seiner Familie, erlebt, was ein Jahr Pandemie mit uns gemacht habe. Es sind ganz schön lapidare Äußerungen des Neo-Ministers, der nun in Zeiten der Corona-Pandemie das wohl wichtigste Amt der Republik innehat.

Lockdown-Fetischist bereit für „unpopuläre Entscheidungen“

Ein Kurswechsel unter dem Mediziner Wolfgang Mückstein, der jahrelang für die Grünen in der Ärztekammer saß, ist äußerst unwahrscheinlich. Der zweite Lockdown wäre zu spät gekommen und er scheue sich auch nicht davor, „unpopuläre Entscheidungen“ zu treffen (Wochenblick berichtete), verlautbarte Mückstein noch vor seiner Angelobung. Auf weitere sinnbefreite Einsperraktionen, genannt Lockdown, kann man sich getrost einstellen.

Auch wenn die Pandemiebekämpfung eine gemeinsame Aufgabe sei, so Van der Bellen, liege die Hauptverantwortung während einer Gesundheitskrise beim Gesundheitsminister. Es sei aber auch wichtig, gegen die entstandene Spaltung der Gesellschaft vorzugehen, betonte der Bundespräsident, ohne genauer darauf einzugehen, was gegen diese regierungsverursachte Spaltung unternommen werden solle.

„Vielleicht können wir uns auch bald wieder die Hand schütteln“, meint Van der Bellen noch, bevor er dem künftigen Gesundheitsminister das Gelöbnis abnimmt. Auf die Journalistenfrage, wie es ihm im Zuge der Zeremonie ergangen sei, antwortete Mückstein knapp: „Es war sehr aufregend.“

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