Der nächste Profi-Sportler kommt in Bedrängnis. Dominic Thiem soll sich impfen lassen. Seine eigenen Wünsche sind Nebensache. Gesundheitsminister Mückstein fordert ihn ausdrücklich dazu auf. Erst vor wenigen Tagen brach ein großes Gewitter über den deutschen Fußballer Joshua Kimmich herein. Wegen seiner geäußerten Bedenken hinsichtlich der Corona-Impfung fühlen sich Politiker und Medien genötigt, verbal auf den ungeimpften Bayern-Spieler loszugehen.

  • Nach Fußballer Kimmich nun auch Tennisspieler Thiem in Bedrängnis
  • Mückstein fordert Dominic Thiem ausdrücklich zur Impfung auf
  • Keine Einreise für ungeimpfte Spieler nach Australien zu den Australian Open
  • Impfung sei Privatsache, so Novak Djokovic
  • Auch der russische Spieler Medvedev pflichtet bei

In Deutschland maßten sich „Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach und sogar Regierungssprecher Steffen Seibert an, den 26-jährigen Profi-Fußballer Kimmich zu einer Corona-Impfung aufzufordern. Der Bayern-Star hatte seine Bedenken wegen fehlender Langzeitstudien geäußert. Lauterbach meinte, Kimmich solle „keinen Falschinformationen aufsitzen“. Er selbst würde ihm sogar die Impfung verabreichen.

Aber auch hierzulande sind Sportler nicht vor den übergriffigen Aussagen der Politiker gewappnet. Weil Tennis-Profi Dominic Thiem seinen Angaben zufolge lieber auf den kommenden Totimpfstoff gegen Corona warten möchte, wird er nun von Mückstein öffentlich in Bedrängnis gebracht. Der 28-Jährige solle sich jetzt impfen lassen. Die Impfstoffe seien alle sicher und es gebe keinerlei Hinweise für Vorteile der Totimpfstoffe gegenüber den jetzigen Impfstoffen, wird Mückstein zitiert.

Australien: keine Einreise für ungeimpfte Sportler

Thiems Teilnahme an den kommenden Australian Open im Jänner 2022 steht auf Messers Schneide. Da in Australien Ungeimpfte de facto aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen sind, werde es auch keine Ausnahme für ungeimpfte Sportler geben, so Victorias Premierminister Andrews aktuell. Eine Einreise dürfte den ungeimpften Spielern also verwehrt werden.

Nicht nur Dominic Thiem, sondern auch der Weltranglisterste Novak Djokovic befindet sich in einer prekären Lage. Er hat bis jetzt seinen Impfstatus nicht bekanntgegeben, das sei seine Privatsache. Da Djokovic eigentlich nach einer Corona-Infektion im Sommer 2020 einen Genesenen-Status hat, ist die Debatte besonders absurd. Das Antreten des Australian-Open-Rekordsiegers beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres wackelt trotzdem gehörig.

Der 34-Jährige ist damit nicht alleine. Denn auch der russische Topspieler Daniil Medvedev, Sieger des letzten Grand-Slam-Turniers (US Open 2021), ist derselben Ansicht. Die Impfung sei eine persönliche Entscheidung. Es gebe keinen Grund, diese Informationen preiszugeben, so der Weltranglistenzweite. Eine Aussage, die sich alle Corona- und Impffanatiker zu Herzen nehmen sollten!

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