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Die Londoner Polizei verliert allmählich die Kontrolle über die Sicherheit in der Stadt. Im Vorjahr stieg die Zahl der gemeldeten Vergewaltigungen um 20 Prozent auf knapp 8.000 Fälle. Am laufenden Band gibt es Säureattentate, Messerstechereien und Raubüberfälle.

Eine Reportage von Kornelia Kirchweger

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Die Polizei ist ausgedünnt und kann vielen Fällen nicht mehr nachgehen. Der Londoner Bürgermeister mit pakistanischen Wurzeln, Sadiq Khan, will die Kommunalsteuer erhöhen, um mehr Geld zu haben. Die Londoner müssen also für ihre Sicherheit tiefer in die eigene Tasche greifen.

Vergewaltiger lange auf freiem Fuß

Bezüglich der Vergewaltigungen stehe man vor einem Rätsel, sagte Craig Mackey, Vize-Polizeikommissar der Stadtpolizei laut Medienberichten. Irgendetwas „gehe da vor“ in London bei sexuellen Übergriffen.

„Wir sehen das Ergebnis aber wir verstehen die Gründe dafür nicht“, sagte er. Die sukzessive Kürzung der Polizeikräfte und des Regierungszuschusses für Londons Sicherheit um 700 Millionen Pfund führt zu skandalösen Vorfällen: Etwa jener, einer mehrfach versuchten und erfolgten Vergewaltigung gegen ein und dasselbe Opfer, das die Tat jedes Mal anzeigte und auch den Täter angab. Er blieb lange auf freiem Fuß.

Viele Verbrechen tragen „kulturelle Handschrift“

Im politisch korrekten London wagt man nicht, die Dinge beim Namen zu nennen: viele Verbrechen neuerer Art werden von Menschen mit Migrationshintergrund begangen, etwa Vergewaltigungen oder sexuelle Belästigung. Säureattentate haben sich in London seit 2012 verdoppelt. Jetzt wurde Säure als gefährliche Waffe eingestuft.

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Birmingham und das Umland gelten als Schwerpunkt der radikalen Islamistenszene neben dem Großraum Manchester und Teilen Londons.

Messerattacken um 25 Prozent gestiegen

Morde durch Messerangriffe nahmen drastisch zu. Messerattacken generell stiegen um 25 Prozent auf 14.500 Fälle, mit 2000 Opfern, die unter 25 Jahre alt waren. Raubüberfälle und Diebstähle stiegen um jeweils mindestens 30 Prozent. Auch die die islamistische Terrorszene ist ein jüngeres Phänomen und braucht viel geschultes Personal, um etwa die beginnende Radikalisierung abzufangen.

Viele Polizisten, die täglich draußen an der Front stehen müssen, sind am Ende ihrer Kräfte. In manchen Vierteln sagen Bewohner Journalisten, sie hätten seit Jahren keine Polizei mehr auf Patrouille gesehen. „Scotland Yard“ will durch die Zusammenlegung von Polizeistationen rund 350 Millionen Pfund in den nächsten 4 Jahren einsparen. Die Polizei warnte davor, dass ihre Einsatzkräfte bis April auf 30.000 zurückgehen würde und dass es seit 2010 um 114 Polizeistationen weniger gebe.

Höhere Steuern für Minimal-Sicherheit

Bürgermeister Khan versprach der Londoner Polizei jetzt für nächstes Jahr 110 Mill. Pfund zusätzlich aus dem Stadtbudget. Das Geld will er durch eine Erhöhung der Kommunalsteuer um 5,1 Prozent sowie aus Einnahmen und Rücklagen der Stadt aufbringen.