US-Präsident Donald Trump erkennt Jerusalem ausdrücklich als Hauptstadt Israels an und plant die Verlegung der US-Botschaft dorthin. Synagogen in Europa werden immer öfter das Ziel von antisemitischen Anschlägen durch Muslime. Kleines Bild: Die Nożyk-Synagoge in Warschau.

Ein Blick in die österreichischen Mainstream-Medien: Man könnte meinen, Antisemitismus sei in der Bevölkerung weit verbreitet. Schaut man genauer hin, beschränkt sich dieser Antisemitismus fast gänzlich auf die muslimische Bevölkerung.

Ein Bericht von Philipp Fehrerberger

Werbung

Warum das nicht gerne erwähnt wird? Ganz nach dem Prinzip „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ schaut man bei Muslimen gerne weg, während man aus Liederbüchern einen Skandal zaubert.

Übergriffe häufen sich drastisch

Wien: Am 8. Dezember des Vorjahres demonstrieren Hunderte Muslime in Wien vor der US-Botschaft. Es werden Flaggen gehisst, die ein Hakenkreuz inmitten eines Davidsterns zeigen. Sprechchöre sollen übersetzt etwa „Kindermörder Israel“ und „Tod den Juden“ gerufen haben. Mit der enormen Einwanderung aus muslimischen Nahost-Ländern erlebt Antisemitismus in Europa eine regelrechte Renaissance.

Übergriffe auf Juden und Synagogen häufen sich drastisch. In der arabischen Welt gilt Israel als Feind, als Sinnbild für den Westen – in Verbindung mit den USA. Antisemitismus gehört in Nahost-Ländern zum normalen Weltbild der Muslime und findet sogar Einzug in Kinderbücher und Fernsehsendungen. Tatsächliche Übergriffe auf Juden und Synagogen wurden in den vergangenen Jahren fast exklusiv von Muslimen begangen.

Synagoge in Schweden angezündet

So etwa der Brandanschlag auf eine Synagoge im schwedischen Göteborg im vergangenen Dezember. Tatverdächtig waren drei Personen, unter ihnen ein 18-jähriger Syrer und ein 21-jähriger Palästinenser. Sie gaben den Nahost-Konflikt als Tatmotiv an. Das besonders „multikulturelle“ Schweden sackt laut einem UNO-Bericht immer rascher auf Entwicklungsland-Niveau ab und wird bis 2030 dort angekommen sein. Über nicht aus dem rechtsextremen Spektrum stammenden Antisemitismus spricht man in Mainstream-Medien nicht gerne.

Das zeigt ein Fall versuchten Totschlags in Deutschland 2016. Der Täter schubst an einem U-Bahnhof in Nürnberg einen Mann aufs Gleisbett, tritt ihm sogar noch nach. Das Motiv: Er hält ihn für einen Juden. Diese Tatsache wird aber von der Staatsanwaltschaft nicht einmal erwähnt. Die Anklage wegen Volksverhetzung wurde fallen gelassen. Und das, obwohl der Täter in seiner Ersteinvernahme gegenüber der Polizei wörtlich zu Protokoll gab: „Ich hab’ das gemacht, weil er ein Jude ist, das nächste Mal mache ich es richtig. Ich wusste gleich, dass er ein Jude ist, da ich es gerochen habe (…). Ich hasse alle Juden. Es kam nur kein Zug. Scheiße.“

Anti-israelische Liason

Linkes Weltbild und Antisemitismus? Widersprüchlich, möchte man meinen. Doch bei näherem Hinsehen zeigt sich: Das passt sehr wohl zusammen. „Antiimperialistische“ Linke bringen unter dem Deckmantel eines „Antizionismus“ Israel-Hass in ihre politische Ideologie mit ein und rechtfertigen es mit einer Art „Kapitalismuskritik“. Bei der deutschen Partei „Die Linke“ führte die Frage nach dem israelischen Existenzrecht gar zu parteiinternen Querelen.

Die Kritik gilt in der Regel vorrangig den USA, wird aber wegen der engen Verbindung auch auf Israel umgemünzt. Diese Verbindung ist für Israel immens wichtig – schon allein zur militärischen Unterstützung gegen islamistische Terrororganisationen wie der Hamas. Es ist deshalb auch kein Zufall, dass US-Präsident Donald Trump im Dezember Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannte und auch die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ankündigte. Gleiches forderte übrigens auch Vizekanzler Heinz-Christian-Strache, erhielt jedoch in Österreich keine Unterstützung für diese Haltung.

Linke hofieren Antisemitismus

Ein Blick in den aktuellsten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2016 ist äußerst aussagekräftig. Die Statistik zeigt: Durch antisemitisch motivierte Tathandlungen kamen im Jahr 2016 keine Personen zu körperlichem Schaden. Insgesamt wurden nur 41 antisemitische Tathandlungen registriert – davon eine gefährliche Drohung. Beim Rest dürfte es sich vorrangig um „Hasspostings“ handeln. Sieht man von der bewusst forcierten Liederbuch-Berichterstattung des linken Mainstreams ab, ist in der realen Welt nichtmuslimischer Antisemtismus recht überschaubar, man möchte sagen, fast nicht vorhanden.

Trotzdem meinen SPÖ-nahe Akteure wie Willy Mernyi vom Mauthausen Komitee (MKÖ) oder Alexander Pollak von SOS Mitmensch sich beim Thema Antisemitismus völlig auf die FPÖ einschießen zu müssen. Anzunehmen ist, dass der Hass auf „die Rechten“ größer ist, als der Wille, der jüdischen Bevölkerung schützend zur Seite zu stehen. Denn die Faktenlage ist klar: Die größte aktuelle Bedrohung für Juden in Europa sind derzeit radikale Muslime – und das mit Abstand.