Die nachfolgenden Zeilen richtete ein aktiver österreichischer Polizist an die Redaktion. Der Beamte schildert einen Gewissenskonflikt zwischen dem sicheren Beruf und Anordnungen zum Schaden der Bevölkerung, deren Freund und Helfer er eigentlich sein will.

Gastbeitrag
Exekutivbeamter, Name der Redaktion bekannt

Nachdem die Sicherheitskräfte in Belarus brutal gegen die eigenen Bürger vorgingen, die sich gegen den „letzten Diktator Europas“ friedlich aufzulehnen begannen, gab es allerdings auch bald Polizisten und Reservisten, die ein Zeichen setzten. Sie veröffentlichten ihre Kündigungsschreiben, verbrannten ihre Uniformen oder warfen sie in den Müll. Sie gaben eine gut abgesicherte Existenz auf, weil sie es nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, diese Diktatur zu unterstützen und gegen das eigene Volk vorzugehen.

Nun frage ich mich als österreichischer Polizist in den letzten Wochen immer öfter: „Wann wird für mich die Zeit gekommen sein, es diesen tapferen Männern gleichzutun?“ Der Tag scheint immer näher zu rücken. Die Anzeichen mehren sich, dass Belarus schon bald nicht mehr alleine „die letzte Diktatur Europas“ zu nennen sein wird. Sieht man sich die Verordnungen in ganz Europa (mit Ausnahme Schwedens) an, die angeblich die Verbreitung des Virus eindämmen sollen, dann ist dieser Fall tatsächlich ja schon eingetreten.

Dieser Tage bekamen wir österreichischen Polizisten jedenfalls eine beschwörende Einpeitscher-SMS des Innenministers auf unsere Dienstmobiltelefone. Als Vorbereitung auf das was kommt, sobald die neuen „CoV-Gesetze“ durchgepeitscht wurden?

Sollen wir also bald auch Bürger an Checkpoints aus ihren Autos zerren oder schwangere Frauen vor ihren kleinen Kindern zu Hause festnehmen, weil sie Protestaufrufe gepostet haben? Müssen wir brutal gegen Frauen auf offener Straße vorgehen weil sie im Freien keine Maske tragen?

All das ist bereits geschehen. Nein nicht in Belarus, sondern im ebenso wie Österreich angeblich demokratischen Rechtsstaat Australien.

Ich habe mich bereits einmal von dieser Regierung zum Komplizen des größten Unrechts der 2. Republik machen lassen. Ein zweites Mal wird mir das nicht mehr passieren. Mein Wunsch wäre, dass dies auch möglichst viele Kollegen erkennen, bevor es zu spät ist. Die Hoffnung ist gering, stirbt aber bekanntlich zuletzt.