Mutiert Gusenbauer zum „Gruselbauer“?
Möglicherweise stolpert Ex-Bundeskanzler Gusenbauer noch über die Causa Eurofighter. (Bild: Hintergrund/Pixabay; Gusenbauer/Flickr, PES Communications, CC BY-NC-SA 2.0)

„Bei uns hieß der Alfred Gusenbauer immer Gruselbauer“ verriet mir Sigmar Gabriel (SPD), heute deutscher Außenminister, anlässlich eines schon länger zurückliegenden Besuchs (im Jahr 2000) bei ihm in Hannover als er dort noch als niedersächsischer Ministerpräsident amtierte.

Doch meine Bekanntschaft mit Gabriel ist schon sehr viel älter. Kennengelernt hatte ich ihn bereits als Jungsozialist während meiner langjährigen journalistischen Tätigkeit für die örtliche Tageszeitung  in Goslar, wo Gabriel Anfang der 1980er-Jahre seine politische Karriere als Rabatzmacher im Jugendzentrum startete.

Parteiinterne Sticheleien

Gabriel seinerseits, so erzählte er mir in Hannover, kennt den Gusenbauer schon seit den Euro-Camp-Zusammenkünften der sozialistischen Jugend am Attersee, und dort schon hätte sich „Gusi“ die Verballhornung seines Familiennamens zu „Gruselbauer“ gefallen lassen müssen. Immer noch besser als SPÖ-intern „schiacha Grasser“ genannt zu werden wie Krone-Postler Jeannée am Donnerstag verriet.

Verstrickt in Eurofighter-Affäre

Ich wünsche dem Gusi weder die  eine noch die andere Anrede, aber ein wenig gruselig könnte es für den einstigen Kurzzeit-Bundeskanzler in den kommenden Monaten tatsächlich noch werden. Denn nach wie vor nicht wirklich geklärt, ist seine Rolle, die er bei der kostenintensiven Eurofighter-Affäre spielte. Er selbst meint zwar, dass ihn das alles nichts anginge, weil er damit nie etwas zu tun gehabt hätte, doch soll es nach Aussagen von Peter Pilz schon belastendes Material geben. Man wird sehen, ob der Gusenbauer bei eventueller Aufklärung der mysteriösen Eurofighter-Affäre erneut zum Gruselbauer mutiert.

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