Immer dort, wo die Eliten die Krisen vermuten: Bevor er Gesundheitsminister wurde, war Greg Hunt in Australian als Umweltminister einige Zeit für die Klima-Agenden des Landes zuständig.

Australiens Gesundheitsminister, Greg Hunt, verantwortlich für das landesweite Impfprogramm, kam einen Tag nach der Impfung mit Astra Zeneca ins Spital. Ein Zusammenhang mit der Impfung wurde ausgeschlossen, es handle sich um die bakterielle Beininfektion „Cellulitis“ (Phlegmone bzw. Wundrose).

von Kornelia Kirchweger

Hunt werde zur Beobachtung bleiben, erhalte Antiobiotika und Flüssigkeit und werde kommende Woche wieder im Amt sein, hieß es aus seinem Büro. Interessant: im jüngsten Analyseblatt von Astra Zeneca über gemeldete Nebenwirkungen, wird auch Hunts Erkrankung angeführt.

Laufendes Impfdesaster

Am Vortag twitterte Hunt fröhlich, er habe sich am Wochenende mit Astra Zeneca impfen lassen – die erste Dosis erhielt er letzten Sonntag. Auch wenn ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen wird: auf Seite 20 eines AstraZeneca-Analyseblattes vom 25. Februar, über in Großbritannien registrierte Nebenwirkungen nach der Impfung wird unter der Rubrik „Infektionen“, die Wundrose/Phlegmone („Cellulitis“) in 104 Fällen gelistet.

Der als britisch-schwedisches Projekt in Produktion gegangene Impfstoff von AstraZeneca geriet in letzter Zeit immer öfter in die Schlagzeilen, weil es in mehreren Ländern Probleme gab. Auch in Österreich, wo kürzlich zwei Menschen nach der Impfung starben und weitere Personen schwer erkranktenWochenblick berichtete über diese tragischen Vorfälle.

Australien erlebte schon davor ein Impfdesaster: die Universität von Queensland musste Versuche mit einem Covid-19-Impfstoff stoppen, weil bei einigen Studienteilnehmern „falsch positive HIV-Ergebnisse“ auftraten. Die Regierung stoppte das 1 Mrd. US-Dollar-Abkommen, das eine Lieferung von 51 Mio Dosen vorsah. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Impfstoff sei ruiniert, hieß es.

Aids-Virus-Fragmente im Impfstoff

Der australische Impfstoff-Wissenschaftler, Nikolai Petrovsky, hatte Monate vor der Unterzeichnung des Abkommens davor gewarnt, Protein-Fragmente, die im HIV vorkommen, in den Impfstoff aufzunehmen. Dies geschah, um den Impfstoff stabiler zu machen. Diese Fragmente führten offenbar zu einer Antikörper-Reaktion bei einigen Studienteilnehmern – bei ihnen wurde ein falsch-positiver HIV-Status festgestellt. Petrovsky’s Rat wurde ignoriert.

Schon früher stellte eine Gruppe indischer Wissenschaftler in einer Studie fest, das Corona-Virus sei mit AIDS-ähnlichen „Beigaben“ bestückt. Sie bezweifelten, dass sich diese, in so kurzer Zeit, auf natürliche Weise im Virus entwickelt habe und gingen von einer „Konstruktion“ aus. Nach heftiger Kritik aus der Wissenschaftswelt wurde die Studie zurückgezogen.

Wissenschaftler im Glaubenskrieg

Der französische Virologe Luc Montagnier, der 2008 für seine Entdeckung des Aids-Virus den Nobelpreis für Medizin erhielt, bestärkte die Theorie der Inder. Er glaubt, das Virus sei in einem Wuhan-Labor entstanden. Er habe es genau analysiert, und festgestellt, dass es Sequenzen des HIV-Virus enthalte, sagte er im Vorjahr.

Montagnier wird in Virologen-Kreisen seit Jahren angegriffen, weil er eine eigene Theorie zur HIV-Entstehung und -Übertragung entwickelte. Auch wegen seiner kritischen Haltung zu Impfungen verlangte eine Gruppe Wissenschaftler schon im Jahr 2017, „ihn zu sanktionieren“. 

China behandelte Covid-Kranke mit Aids-Medikamenten

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in China schon Anfang des Vorjahres Patienten, die infolge von Covid-19 an einer Lungenentzündung erkrankten, mit Aids-Medikamenten (Kaletra von AbbVie) behandelt wurden. Dies gab die Pekinger Zweigstelle der nationalen Gesundheitsbehörde bekannt.

Lange Zeit rätselten Wissenschaftler daraufhin, ob die HIV-Medikamente einen Vorteil für die Behandlung schwerer Corona-Verläufe brächten. Zwei Studien kamen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während eine Studie keinen Vorteil dieser Behandlung erkannte, sprach die andere von einer durchschnittlichen Senkung der Erholungsphase um etwa vier Tage.