In Oberwart wurde ein junger Schlosser von einer Tschetschenen-Bande gnadenlos zusammengeschlagen und lag vier Wochen im Krankenhaus. Nun soll das Opfer 110 Euro zahlen.

Der Mann wurde letztes Jahr brutalst attackiert – die Behörde verlangt nun eine 100 Euro teure Strafe wegen Störung der öffentlichen Ordnung, da das Opfer die Angreifer als „Sch…geburt“ bezeichnete.

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Tschetschene stänkerte: „Wos schaust so deppat?“

Der Wiener Neustädter Gabriel P. Wartete mit seiner Freundin Nina (23) auf einen Kebab, als eine Gruppe junger Tschetschenen plötzlich begann, sie unerwartet anzupöbeln. Einer der Männer meinte: „Wos schaust so deppat? Host a Problem?“ Gabriel P. reichte es und meinte: „Ja, mit dir, wenn jetzt keine Ruhe ist.“ Daraufhin begann einer der Männer auf ihn einzudreschen und stach noch mit einem Messer zu. 15 Freunde von ihm standen daneben und feuerten ihn an. Die Polizei musste mit fünf Streifenwagen anrücken, um die Tschetschenen-Randale aufzulösen.

Komplizierte Operation notwendig

Gabriel P. wurde anschließend sofort ins Krankenhaus gebracht und musste aufgrund der schwierigen Verletzungen und einer komplizierten Operation sogar an die Grazer Universitätsklinik überstellt werden. Vier Wochen befand sich der junge Schlosser in stationärer Behandlung, er konnte sich kaum bewegen und schwer essen.

Einspruch wurde zweimal abgelehnt

Der vorbestrafte Prügler läuft indes noch immer frei herum, nach dem ersten Prozesstag gegen ihn wurde wegen weiterer Erhebungen vertagt. Gabriel P. muss seine Strafe jedenfalls innerhalb von vier Wochen bezahlen. Seine Freundin Nina half ihm dabei, den Skandalbescheid der Bezirkshauptmannschaft Oberwart zwei Mal zu beeinspruchen, bisher jedoch ohne Erfolg. Mittlerweile zweifeln beide schon am Rechtsstaat.