Hugo Portisch prägte die Zweite Republik wie kaum ein anderer. Durch seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge auch für Laien vereinfachend darzustellen, prägte er das Geschichtsbild der Österreicher unvergleichbar. Auch kurz vor seinem Ableben war er Teil der Gegenwartsgeschichte: Medienwirksam ließ sich Hugo Portisch im Alter von 94 Jahren gegen das Corona-Virus impfen. Etwas mehr als einen Monat später ist er tot. Verstorben nach kurzer Krankheit. Österreichweit herrscht Trauer um den bekannten Fernsehjournalisten.

Es war sein letzter, großer Auftritt: Für die Werbekampagne des österreichischen Bundeskanzleramts „Österreich impft“ ließ sich Portisch vor laufender Kamera gegen das Corona-Virus impfen. Ende Jänner fand seine erste Teilimpfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer statt. Gegenüber Medien schilderte er: „Ich hab nichts gespürt, es ist sehr rasch gegangen, es hat überhaupt keine Nebenwirkungen gegeben, mir geht es sehr gut“.

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„Österreich impft“: Hugo Portisch ließ sich für die Kampagne des Kanzleramts vor laufender Kamera impfen:

Rechnete nicht mit Nebenwirkungen

Dabei zeigte sich Portisch zuversichtlich und euphorisch für den zweiten Impftermin. Dieser fand am 19. Februar, seinem 94. Geburtstag, im Gesundheitszentrum des Roten Kreuzes in Wien statt. Mit Nebenwirkungen habe Portisch nicht gerechnet, wie Oe24 berichtete: „Zwar treten bei den Immunisierungen mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis häufiger auf als nach der ersten. Portisch rechnet aber nicht damit. Er sei froh, dass er nach der zweiten Einheit völlig immunisiert sein werde.“

Große Trauer: „Weltbürger ist von uns gegangen“

Heute ist Portisch Medienberichten zufolge in einem Krankenhaus „nach kurzer Krankheit sanft eingeschlafen“. Die Trauer ist groß.
Bundespräsident Van der Bellen: „Portisch war nicht nur Journalist, er war außerdem so etwas wie das „Geschichtsbuch“ Österreichs.“ Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sichert Portisch ein Ehrengrab der Stadt Wien zu. Otmar Karas (ÖVP): „Ein großer Österreicher, Europäer und Weltbürger ist heute von uns gegangen. Mit seinem vielfältigen Vermächtnis wird er weiter unter uns bleiben.“ Norbert Hofer über Portischs Wirken: Er habe es geschafft, „Politik und Weltgeschehen in das Wohnzimmer der Menschen zu bringen. Seine Arbeit und sein Schaffen haben einen wertvollen und nicht wegzudenkenden Beitrag zur Entwicklung der Medienlandschaft in Österreich geleistet.“

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