Kürzlich testete die Arbeiterkammer die Qualität von zwölf Linzer Kebabverkäufern. Das Ergebnis war erschreckend, nur drei waren in Ordnung. Bei fünf Ständen waren die Produkte wertgemindert und für den menschlichen Verzehr ungeeignet.

„Ich habe die städtische Lebensmittelpolizei sofort mit Schwerpunktkontrollen beauftragt. Insbesondere die beanstandeten Kebabstände sollen ganz genau unter die Lupe genommen werden,“ informiert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ).

Vorgezogene Routinekontrollen

Die Lebensmittelpolizei kontrolliert laufend sämtliche Linzer Gastronomiebetriebe, darunter auch Kebabstände. Dabei kommt ein festgelegter Probeplan nach europaweit geltenden Qualitätskriterien zur Anwendung. Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse wird die Kontrolle einschlägiger Betriebe nun schwerpunktmäßig vorgezogen.

Zubereitungsbereich wird geprüft

Die Lebensmittelpolizei kontrolliert neben der Qualität der verkauften Lebensmittel vor allem auch die Sauberkeit im Zubereitungsbereich. „Verkaufte Lebensmittel dürfen absolut kein Risiko für die Menschen darstellen. Werden bei den Kontrollen Mängel festgestellt, folgen selbstverständlich die notwendigen Konsequenzen – bis hin zur Schließung eines Gastrobetriebs,“ so der Gesundheitsstadtrat.

Überprüfung auch in Wien gefordert

Noch am Mittwochvormittag legte dann auch die Wiener FPÖ nach. In einer Aussendung regt Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl an, auch in der Bundeshauptstadt eine solche Überprüfung durchzuführen. Dort seien in den vergangenen Jahren Kebabstände „wie die Schwammerl aus dem Boden geschossen“.

Gerade bei dieser großen Anzahl von Anbietern sei es im Sinne aller Wiener, jene Sicherheits zu schaffen, dass die angebotenen Speisen „auch allen hierzulande üblichen Standards entsprechen“. Die zuständige SPÖ-Stadträtin Ullia Sima und das Wiener Marktamt (MA 59) solle daher unbedingt „Kontrollen mit Alles und extra scharf“ durchführen, so Seidl abschließend.