Was geht in einem Menschen vor, der ein achtjähriges Kind und seine Mutter vom Bahnsteig vor einen heranfahrenden ICE-Zug stößt? Diese Frage beschäftigt mich seit Montag, als in Frankfurt wieder einmal ein Junge sein Leben auf diese grausame Art und Weise verlor und seine schwer traumatisierte Mutter hinterließ.

Ein Kommentar von Christian Seibert

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Menschen so in den Tod zu schicken, scheint ein neues Phänomen in Deutschland geworden zu sein. Wie auch schon eine Woche zuvor, als ein Kosovare eine junge Mutter (34) in Nordrheinwestfalen in den Tod stieß, war auch der Täter von Frankfurt ein Migrant – nämlich aus Eritrea.

Noch mehr erschüttern beide Morde, wenn man bedenkt, dass sich Opfer und Täter gar nicht kannten, die Taten offenbar aus spontaner Mordslust durchgeführt wurden. Und auch die Opfer wiesen Ähnlichkeiten auf. Augenscheinlich sollten gezielt junge deutsche Frauen in den Tod geschickt werden – in einem Fall gar mit ihrem eigenen Kind.

Deutsche Medien berichten tendenziös

Über diese Faktenlage wird in deutschen Medien jedoch nicht berichtet. Dort bemühte man sich sofort, als die Herkunft des Täters bekannt wurde, ein Bild zu zeichnen, dass „ein Kind auf die Gleise gefallen war“. Was sogar die Deutsche Polizeigewerkschaft auf Twitter zur wütenden Klarstellung nötigte, das Kind sei „gestoßen“ worden.

Letzte Woche habe ich an dieser Stelle in humoristischer Art die „Flüchtlings-Kapitänin“ Carola Rackete in ein Kinderschauspiel gedichtet. Und auch wenn ich Humor immer noch als richtig erachte, um auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen, hoffe ich, dass die Mutter des gestern ermordeten Kindes den Beitrag nicht gelesen hat.

Denn für sie ist das, was immer als Seenotrettung verkauft wird, zu bitterem Ernst geworden. Einer dieser afrikanischen Männer, die im Mittelmeer „gerettet“ werden, hat ihr Kind aufs Gleis und damit in den Tod gestoßen. Zumindest eine gesellschaftliche Debatte über die Folgewirkungen der „Willkommensklatscher“-Politik sollte jetzt folgen. Doch das linke Establishment schweigt. Mir ist das Lachen jedenfalls vergangen…