Es war der spektakulärste Raubmord in der Geschichte des Libanons: 1985 überfielen drei Libanesen ein Juweliergeschäft in Beirut. Sie erschossen dabei 5 Menschen. Vor ihrer Verurteilung gelang es ihnen unter mysteriösen Umständen aus dem Gefängnis zu entkommen. Jetzt stellt sich heraus: Die Fünffach-Mörder tauchten auf dem Asylweg in Österreich unter!

Sie erschossen einen Juwelier und seine fünf Angestellten, dann entkamen sie mit einer Millionenbeute. Im Libanon soll das Bourj Hammoud Massaker als das blutigste in der Geschichte des Landes gelten. Nach zwei Jahren in Untersuchungshaft gelang es den drei Libanesen – es soll sich um Brüder handeln – kurz vor ihrer Verurteilung aus dem Gefängnis auszubrechen. Neuesten Informationen zufolge sollen sie sich daraufhin nach Österreich abgesetzt haben. Dort würde zumindest einer der Brüder ein relativ unbehelligtes Leben führen.

Millionenräuber bekamen Staatsbürgerschaft

Die Täter wurden in ihrer Abwesenheit zum Tode verurteilt, später wurde die Strafe auf lange Haftstrafen und Arbeitsdienst abgemildert. Doch auf die Libanesischen Millionenräuber hatte das Gerichtsurteil keinen Einfluss. Mindestens einer von ihnen soll ein unbehelligtes Leben in Wien führen, alle drei besitzen mittlerweile die österreichische Staatsbürgerschaft, ethnisch betrachtet handelt es sich bei den Männern um Armenier.

Spur führte nach Wien

Vor fünf Jahren reiste ein Armenier nach Wien um dort Angehörige zu besuchen. Dort fand er heraus, dass einer der Täter unbehelligt unter einer neuen Identität in Wien lebt. Angehörige der Opfer des spektakulären Raubüberfalls begannen daraufhin zu recherchieren und entdeckten einen der Räuber auf Facebook. Ein anderer Räuber soll bereits vor acht Jahren verstorben sein.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen die Männer wegen Raub und fünffachen Mordes.