Die wegen der Plagiatsaffäre – mittlerweile – zurückgetretene Ministerin für Arbeit, Familie und Jugend, Christine Aschbacher, sorgt weiter für Empörung: Sie könnte ihr Spitzengehalt für weitere Monate beziehen. Nachdem sie rückwirkend ihre Karenz beendete, soll sie nun Anspruch auf rund 40.000 Euro an Steuergeldern haben. 

„Ausnahmen sind wie Seepocken an der Seite eines Bootes; sie verlangsamen uns…“, steht in Christine Aschbachers Doktorarbeit, die sie erst im Vorjahr (also während ihrer Zeit als Arbeitsministerin inmitten der Corona-Krise) einreichte, geschrieben. Derartige „Seepocken“ könnte sich die Ex-Ministerin auch zukünftig herauspicken. Wie TV-Moderator Martin Thür herausfand, hat sie Anspruch auf weitere Monate Fortzahlung eines Großteils ihres Ministergehalts.

Beendete Karenzierung rückwirkend: Anspruch auf Fortzahlung

Zuerst berichtete Thür, dass Aschbacher keinen Anspruch auf Fortzahlung des Ministergehalts habe, da sie karenzierte Mitarbeiterin des Finanzministeriums sei. Doch dann stellte sich heraus: die Karenzierung wurde rückwirkend beendet! Aschbacher soll damit Anspruch auf Fortzahlung des Ministergehalts haben.

So viel Steuergeld kann Aschbacher bekommen

Nachdem die Universität in Bratislava und die FH Wiener Neustadt bereits ein Verfahren gegen die Arbeiten der Ministerin einleiteten, könnte sie in den nächsten Monaten noch sehr gut auf Kosten der österreichischen Steuerzahler weiterleben.

Das Bundesbezügegesetz regelt den Anspruch auf Bezugsfortzahlung für Politiker in §6, Absatz 3: 

Aschbacher könnte nach der Beendigung ihrer Zeit als Ministerin für Arbeit, Familie und Jugend weitere drei Monate lang 75% ihres Ministergehalts von 17.861,80 Euro beziehen. Das wären monatlich rund 13.400 Euro und insgesamt rund 40.200 Euro.

„Asch-Bot“: Eigentümliche Sprechweise verriet Deutsch-Defizite

Trotz ihrer hohen Verantwortung als Arbeitsministerin während der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg, trat Aschbacher nur selten in Erscheinung. Ihre roboterhafte Sprechweise bescherte ihr nach einem ihrer wenigen Interviews im März den Spitznamen „Asch-Bot“.

Als sich Aschbacher kurz vor Weihnachten erneut ins Fernsehen traute, wurde Plagiatsjäger Stefan Weber auf die eigentümliche Sprechweise der Ministerin für Arbeit, Familie und Jugend aufmerksam. Wer so rede, könne doch unmöglich eine Dissertation verfasst haben, soll sich Weber gedacht haben und beschloss, die Arbeiten der Ministerin unter die Lupe zu nehmen.

Satiriker liest aus Aschbachers Arbeit vor

Wie schlecht und geradezu unlesbar die Arbeit der Ministerin ist, zeigte ein Satiriker aus Kärnten auf. „Petutschnig Hons“ – er hat bereits 90.000 Abonnenten auf Youtube – las eine Passage aus Aschbachers Diplomarbeit zur Erheiterung im Netz vor.