Der Fall sorgte in den vergangenen Tagen für Aufsehen. Der Direktor der Volksschulen Waizenkirchen, Michaelnbach und Heiligenberg (Bezirk Grieskirchen OÖ), Michael Kaltseis, wurde vom Dienst freigestellt, weil er am 16. Jänner in Wien, wie tausende andere Bürger gegen die Corona-Maßnahmen demonstrierte.

Aufgrund einer Vorerkrankung trug er keinen Mund-Nasen-Schutz, da er mittels Attest von der Tragepflicht befreit ist. Für die Bildungsdirektion OÖ war es dennoch ein Grund, den Fall zu prüfen und den Pädagogen zu suspendieren, da es angeblich keine rechtliche Grundlage für einen Lehrer gebe, sich von Tragen einer Maske – auch in der Schule – befreien zu lassen.

Eltern laufen Sturm

Nach diesem Entscheid der Bildungsdirektion organisierte sich schnell Widerstand. Eltern und Lehrer riefen Unterstützungsinitiativen ins Leben und starteten am 2. Februar eine Petition „Wir wollen unseren Direktor Michael Kaltseis zurück“ im Internet, die bis Mittwochnachmittag schon von fast 2.000 Bürgern unterzeichnet wurde.

„Dieser Fall zeigt erneut, dass eine kritische Einstellung zur Corona-Thematik von Regierungseinrichtungen NICHT erwünscht sind und mit aller Macht untergraben werden sollen“, heißt es dort im Text. Zudem wird scharf kritisiert, dass Menschen, die sich Gedanken zu den über die Zukunft und die Bildung von Kindern machen und Schaden von ihnen abwenden wollen, diffamiert werden.

Freie Bürger in einem freien Land?

Zudem zeigen die Initiatoren der Petition Unverständnis dafür, dass „die Teilnahme an einer genehmigten und friedlichen Kundgebung und die freie Meinungsäußerung zu einem berechtigten Anliegen in einem demokratischen Rechtsstaat mit dienstrechtlichen Konsequenzen geahndet werden.“

Denn mit seiner Teilnahme an der Demonstration ging es dem suspendierten Volksschuldirektor lediglich darum, auf die Auswirkungen der Schulschließungen für die Kinder aufmerksam zu machen.

Das Wohl der Kinder an erster Stelle

Dass diese Sorgen nicht umbegründet sind, zeigen die Fälle von überfüllten Kinder- und Jugendpsychiatrien und die steigenden Zahlen von Essstörungen und Depressionen bei 8 bis 12-Jährigen. Daher fordert die Petition, dass Michael Kaltseis, der nur „menschlich, pädagogisch und in seiner Funktion als Leiter der Schulen stets im Sinne der Kinder“ handelt, wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann. Deshalb wird auch um Unterstützung gebeten, wenn man als Eltern nicht direkt von diesem Fall betroffen ist, schließlich gilt es ein Zeichen zu setzen.

Hier können Sie die Petition unterschreiben.