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US-Milliardär George Soros hat zwei neue Erzfeinde: Google und Facebook. Diese sozialen Medien haben ein Machtmonopol, das Demokratie und die „Integrität von Wahlen“ untergrabe, sagte er anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Ein Kommentar von Kornelia Kirchweger

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Soros’ Zorn ist verständlich. Denn die Milliarden, die er in die Bewerbung und Umsetzung einer Welt ohne Grenzen und für unbegrenzte Migration hineinbuttert, gehen scheinbar ins Leere: Der Widerstand gegen seine „offene Gesellschaft“ nimmt zu, die Menschen bilden sich ihre eigene Meinung – Google und Facebook hilft ihnen dabei.

Medien erzeugen bewusst Abhängigkeit

Kein Wunder, dass Soros die sozialen Medien als Ausbeuter und Verführer beschimpft, die Menschen manipulieren und Daten ihrer User für lukrative Werbeeinschaltungen nutzen würden. Ja, sie verkaufen (!) ihren Usern sogar direkt Produkte und Dienstleistungen.

Dies zu unfairen Preisen, was der Marktwirtschaft schade. Soziale Medien erzeugen bewusst Abhängigkeit, sie seien wie Spielcasinos, in denen die Leute Geld verzocken, das sie gar nicht haben. Soros muss es ja wissen! Als begnadeter Spekulant hat er selbst Milliarden gescheffelt – die auf der anderen Seite jemand verlieren musste.

Soros hat in den letzten 2 Jahren 75 Prozent (18 Mrd. US-Dollar) seines Vermögens von 24 Milliarden US-Dollar – natürlich steuerschonend – an seine Stiftung „Open Society Foundation“ (OSF) verschenkt und es soll noch mehr werden.

Google und Facebook

Schließlich brachte er seine „Sorge“ doch auf den Punkt: das Ergebnis der manipulativen Macht von Facebook und Co. habe man bei den jüngsten US-Wahlen gesehen! (Anm. Red: Soros hatte auf den Sieg Clintons gewettet, der Sieg Trumps dürfte ihn eine Stange Geld gekostet haben).

Soros befürchtet zudem, Google und Facebook könnten sich mit autoritären Staaten verbünden und ihnen dabei helfen, die totale Kontrolle über ihre Völker zu bekommen. Er nannte dabei Russland und China.

Soros hofft auf die EU

Durch Regulierung und Besteuerung müsse man daher die Monopole dieser Internet-Plattformen brechen – er hoffe dabei auf die EU.