Vor und nach dem schrecklichen islamistischen Terroranschlag in Wien kam es in Wels zu mehreren anti-moslemischen Aktionen. Eine beleidigende Phrase wurde an die Wand einer Moschee gesprüht, auf einem Kinderspielplatz Schweineinnereien, Blut und ein Schweinekopf verteilt. Der Verfassungsschutz ermittelt.

Wie die Welser Lokalzeitung „die Monatliche“ meldete, wurde um die Mittagszeit des 2. Novembers anti-moslemischer Aktionismus gegen den Kinderspielplatz einer Wohnsiedlung verübt. Innereien, Blut und sogar der abgeschlagene Kopf eines Schweines wurden quer über den Spielplatz und die dort befindlichen Sitzgelegenheiten verteilt. Tatort ist die Ingeborg-Bachmann-Siedlung.

In der Nacht vom 3. auf 4. November beschmierten Unbekannte die Wand der Yunus Emre Camii Moschee in Wels-Lichtenegg mit einer derben Beleidigung, die sich gegen den mohammedanischen Propheten Mohammed richtete. Neben dem beleidigenden Charakter ist die Aussage, Mohammed hätte sich an Ziegen vergangen, auch historisch nicht haltbar. Gemäß einer Pressemeldung von Laumat.at ermittelt der Verfassungsschutz (LVT) in dieser Sache. Der Spruch wurde umgehend übermalt und ist nicht mehr sichtbar. Die Moschee zählt zur ATIB-Union, welche als verlängerter Arm Erdogans in Europa gilt.