Australische Wissenschaftler fordern jetzt, dass „Klimawandel“ als Todesursache auf Sterbeurkunden angeführt wird. Denn in Australien, so behaupten sie, sei die Zahl der Menschen, die wegen der globalen Erwärmung sterben, 50 Mal höher, als offiziell anerkannt. Der Klimawandel sei die größte Gesundheitsbedrohung, der wir, nach der Erholung vom Corona-Virus, gegenüberstehen.

Von Kornelia Kirchweger

Klimawandel ist ein Killer

In einem Brief von zwei Wissenschaftlern der Australischen Staatsuniversität (ANU an The Lancet Planetary Health heißt es: die Sterberaten in Australien deuten darauf hin, dass die hitzebedingte Sterblichkeit zu wenig berücksichtigt werde. In den letzten 11 Jahren wurden nur 340 Todesfälle mit übermäßiger Hitze begründet. Tatsächlich wäre das aber, laut jüngsten Statistiken, in knapp 36.800 Todesfällen zutreffend gewesen. „Klimawandel ist ein Killer, aber wir anerkennen das nicht auf den Todesurkunden“, heißt es.

„Modernisierung“ von Sterbeurkunden

Dürre, Brände, Überschwemmungen und Stürme, stehen damit direkt in Zusammenhang. Wenn ein Farmer am Ende einer 5-Jahres-Dürre stirbt, dann sei wahrscheinlich die Dürre daran schuld – aber das werde so nicht festgehalten. Sterbeurkunden müssen mehr Informationen über die Faktoren, die zum Tod beigetragen haben, enthalten. Das müsse modernisiert werden. Auch indirekte Faktoren müssen berücksichtigt werden. Man müsse all das mit umfassenden Umweltdaten verbinden.

Beglaubigung durch Klimatologen

Klima-Aktivisten werden diese Forderung wohl rasch aufgreifen. Die Zahl der Klima-Toten wird dann rapide nach oben schnellen. Ob und wie man seriös feststellen kann, dass der Klimawandel Todesursache war, ist höchst fraglich. Im Verbund des Klima-Aktivismus wird man aber auch dafür eine Lösung finden. Kritiker befürchten, man werde ähnlich wie bei der Covid-19-Pandemie vorgehen: auch wenn eine Person schon massive gesundheitliche Vorbelastungen hatte, die Todesursache war immer Corona.