Ex-US-Präsident Donald Trump ließ für 2024 seine erneute Präsidentschafts-Kandidatur anklingen. Die bisherige Amtszeit von US-Präsident Joe Biden bezeichnete er als historisch katastrophal. Man habe gewusst, dass es schlimm werde, aber es sei noch viel ärger. Der radikal-sozialistische Weg Bidens führe in den Kommunismus. Dagegen müsse man ankämpfen.

von Kornelia Kirchweger

Trump: „…vielleicht schlage ich sie ein drittes Mal“

„Wir werden Amerika retten und stärken“ und gegen den Biden-Kurs antreten. Kritisch äußerte sich Trump zur Einwanderungspolitik Bidens. Die Abkehr von seinem (Trumps) Weg habe zu einer Flut illegaler Einwanderer, vor allem Minderjähriger, geführt. Bidens Radikalkurs sei nicht nur illegal sondern auch unmoralisch, herzlos und ein Verrat an den Kernwerten des Landes, sagte er in einer Brandrede bereits am Wochenende.

Biden werde deshalb 2024 das Weiße Haus verlieren, und „…wer weiß, vielleicht entschließe ich mich dazu, sie ein drittes Mal zu schlagen“, sagte er in Anspielung auf das Ergebnis der November-Wahlen, das er als „gestohlen“ bezeichnet. Trump kritisierte Biden auch für die langsame Öffnung der Schulen wegen Corona, ebenso für den Wiedereintritt in die WHO und zu den Pariser Klimaverträgen.

Jene Republikaner, die gemeinsam mit den Demokraten für seine Amtsenthebung stimmten, führte er vor und nannte sie namentlich. Doch grundsätzlich sei die Partei vereint, sagte Trump.

„Amerika zuerst“ noch lange nicht vorbei

Er werde weiterhin direkt an der ihrer Seite kämpfen, und keine neue Partei gründen. Die Konservativen werden siegreich sein und stärker und größer als je zuvor. Die Republikaner müssen in den kommenden vier Jahren das Bollwerk gegen Sozialismus, Kommunismus und die Politik der Biden-Regierung sein, sagte er. Die von ihm gegründete, konservative Bewegung „Amerika Zuerst“, sei noch lange nicht vorbei.

Die künftige Republikanische Partei werde für die Verteidigung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen und Werte der arbeitenden amerikanischen Familien stehen – jeder Rasse, jeder Hautfarbe und jedes Glaubensbekenntnisses. Die Bedürfnisse der Alltagsbürger müssen an erster Stelle stehen.

Die Republikaner werden gegen China aufstehen, die Auslagerung stoppen, Fabriken und Lieferketten zurückholen und sicherstellen, dass Amerika und nicht China die Zukunft bestimmt. Firmen, die nach China und andere Länder gehen und Amerika abgezockt haben, sollen nicht belohnt, sondern mit Zöllen und Strafen belegt werden.

Euphorische Atmosphäre bei Konservativen-Treffen

Der viertägige CPAC-Event in Florida/Orlando, bei dem die Rede gehalten wurde, war überwältigend besucht. Immer wieder brachen Teilnehmer in Sprechchöre aus: „USA, USA…!“ Teilnehmer stellten sogar eine goldene Trump-Statue auf. Laut Umfragen ist Trump immer noch der populärste Vertreter bei den Republikanern. 73 Prozent der R-Wähler sagten, Entscheidungsträger sollten mehr wie Trump sein.

Seine Rede bei CPAC war Trumps erster öffentlicher Auftritt nach seinem Abgang als Präsident am 20. Jänner. Nancy Pelosi, Demokraten-Sprecherin des Weißen Hauses und deklarierte Trump-Hasserin, stellte sofort klar: „Unser Schwerpunkt liegt sicherlich nicht auf dem, was Trump bei der CPAC-Konferenz sagte“.

Ebenfalls skurril: Anstatt einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Rede ergingen sich Anhänger der linksliberalen Partei stattdessen darin, welche Form die Bühne hatte, auf der Trump sprach. Weil diese aus der Vogelperspektive einer germanischen Rune ähnlich sah, witterten sie eine vermeintliche, versteckte rechtsradikale Botschaft. Der ORF übernahm diese Darstellung dankbar…