Schon wiederholt hörte man auch in Österreich von den Ausschweifungen des staatlichen Rundfunks in Deutschland. Nachdem 2020 mit einem Lied vom WDR Kinderchor begann, in dem Omas als Umweltsäue beschimpft wurden, endete das Jahr trotz zahlreicher Proteste gegen die überhöhten GEZ-Gebühren ideologisch gleichklingend mit einem Lied des selbigen Chors, in dem Omas als Corona-Leugner ins Koma fallen und zur Freude Jan Böhmermanns versterben. Am Rosenmontag legte der WDR nach und zeigte im Öffentlich Rechtlichen eine Propaganda, die Honecker vor Neid hätte erblassen lassen. Diesmal ging es um Fasching.

Ein Kommentar von Alina Adair

Um das Coronavirus nicht durch Kostüme aufzuscheuchen, fielen in zahlreichen Orten die berühmten Rosenmontagsumzüge aus. Die WDR’ler Guido Cantz und Monika Salchert kommentierten daraufhin einen Ersatz-Rosenmontagsumzug in Form eines Puppentheaters. Sie lesen richtig, der WDR präsentierte dem zahlenden Volk ein Kasperletheater, das vor politischer Propaganda nur so triefte. Offenbar hält der WDR das Volk für kleine, unmündige Kinder, denen eine Meinung vorgegeben werden muss. Der WDR bewies mit dem Puppenspiel, dass sich die Redaktion dahinter auf einem bisher ungekannten niederen Niveau bewegt. Die regimetreue Propaganda kam einem Schlag ins Gesicht eines jeden GEZ-Zahlers gleich.

Spielerhaft wurden Pegida, die AfD und selbst die Querdenker als „Haufen Scheiße“ präsentiert, unterlegt mit Hetze seitens der Moderatoren, die damit deutlich zeigten, dass der WDR sich längst von objektiver Berichterstattung weit entfernt hat, es geht nur noch um Meinungsmache. Laterales Denken können die zwei Moderatoren vermutlich nicht mal schreiben.

Die Mächtigen verspotten ihre Kritiker

Offenbar fiel dem WDR nichts besseres ein als ein Kasperletheater an Rosenmontag? Unweigerlich stellt sich die Frage, wie alt die Leute in der Redaktion sind, die die Idee dazu hatten. Rühmen können sie sich dafür nicht, vielmehr haben sie damit einen weiteren Beweis geliefert, dass der WDR keinen Cent mehr wert ist. Wenn die Öffentlich Rechtlichen das nächste Mal nach einer Gebührenerhöhung schreien, sollten sie sich bei ihren WDR Kollegen bedanken, dass immer mehr Menschen in Deutschland verächtlich die Nase rümpfen, wenn sie WDR hören und immer weniger sehen es ein, für solche Beiträge, die auf Kindergartenniveau sind, weiterhin zahlen zu müssen. Vermutlich hätten solche Beiträge auch Aussagekraft vor Gerichten, um gegen die Zwangsabgabe der GEZ-Gebühr vorzugehen, denn der WDR veralbert seine Zuschauer nicht nur, er beleidigt sie auch. Immerhin haben mehrere Millionen Menschen in Deutschland die einzige Alternative zu Merkel gewählt – die AfD – und sie werden jetzt vom WDR als „Haufen Scheiße“ dargestellt.

Der WDR regt sich über die Farbe BLAU der AfD auf und hat auch in Farbenlehre nicht aufgepasst. ROT und GRÜN zusammen ergeben BRAUN, was wohl eine treffende Farbe für einen solchen Beitrag ist.

Die WDR’ler haben den Sinn von Karneval schlichtweg nicht verstanden. Karnevalisten machen sich seit jeher über die Mächtigen lustig, nicht die Mächtigen über die Karnevalisten. Die Redaktion, die das Puppentheater zu verantworten hat, war vermutlich zu jung, um das zu wissen. Den Zuschauern, die nicht selbst an Karneval aktiv werden durften, blieb nur das „Schweigen als Ehre der Sklaven“ (Zitat Publius Cornelius Tacitus).

Historische Wurzeln des Karnevals

Fasching hat in Europa eine lange Tradition und reicht bis zu den alten Germanen zurück, die sich mit Masken und Tierfellen verkleideten und feierten, um die bösen Dämonen zu vertreiben, die guten Geister zu wecken und den Frühling zu beginnen. Später im Mittelalter übernahm das Christentum diese Tradition, wobei die Idee dahinter war, dass im Karneval die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit noch einmal richtig genossen werden kann. Das Wort Karneval leitet sich aus „Carnevale“ ab, was übersetzt „Fleisch, leb wohl!“ bedeutet.

Im Jahr 1091 wurden die sechs Sonntage vor Ostern vom Fasten ausgenommen. Um dennoch eine 40 Tage lange Fastenzeit zu erhalten, rückte der Beginn der Fastenzeit um sechs Tage nach vorne auf den heutigen Aschermittwoch, den Mittwoch nach dem 7. Sonntag vor Ostern. Die Länge einer Karnevalssession ist daher abhängig vom beweglichen Datum des Osterfestes und wird nach der Osterformel berechnet. Der Aschermittwoch ist immer der 46. Tag vor Ostersonntag. Der frühestmögliche Aschermittwochstermin ist somit der 4. Februar, der spätestmögliche der 10. März.

Schon der kleine Franzose verbot Karneval

Schon Napoleon verbot das närrische Treiben, da es ihm mit der Kritik an seiner Politik zu bunt wurde.

Durch Napoleons Besetzung des Rheinlandes im 19. Jahrhundert etablierte sich der Karneval als politisch und gesellschaftskritisch, was ihn bis vor wenigen Jahren charakterisierte. Schon damals waren nämlich politische Veranstaltungen verboten, daher trafen sich die Menschen im Geheimen und äußerten sich dort kritisch aber auch lustig über Napoleon und seine Politik. Die Narrenzahl 11 stammt noch aus dieser Zeit und diente dem Zweck, sich auf eine scherzhafte Art über die kirchliche Ordnung lustig zu machen, denn wer die 10 Gebote überschritt, wurde damals als Narr bezeichnet.

Angela Merkel und ihrer Politik ist es zu verdanken, dass der Karneval nicht mehr die Mächtigen kritisiert, sondern vielmehr die Opposition und jeden Kritiker, der es wagt, Merkel Paroli zu bieten. Mit Corona-Politik wurden Rosenmontagszüge und Versammlungen untersagt, wie einst zu Napoleons Zeiten und sogar noch schneller umgesetzt, als der kleine Franzose seinen Namen hätte schreiben können. Die Mächtigen hofften damals wie heute, dass die Jecken dann keine Witze mehr über sie machen…

Während in den Karnevalshochburgen vor wenigen Jahren noch „Muttersau Merkel“ mit ganz vielen Ferkeln zu sehen war, die auf ihrem Rücken die Flaggen Not leidender EU-Staaten trugen, musste die laut Mainstreammedien angeblich beliebteste Kanzlerin im Karneval auch sonst immer einiges aushalten. Im Jahr 2021 müssen die Bürger zuhause bleiben und der WDR macht sich über die eigenen Bürger lustig, die die Gehälter der WDR-Angestellten zwangsfinanzieren. Bizarrer geht es kaum. Schon in den vergangenen 5 Jahren wurde immer weniger Politik kritisiert und vielmehr die Kritiker der Politik.

Wenn man bedenkt, dass die Germanen, die Wintersonnenwende feierten, um die bösen Winterdämonen zu vertreiben, kann man möglicherweise erahnen, was Merkel an Karneval nicht gefällt. Bei Fastnachtsbräuchen in Tirol und Südtirol findet heute noch immer die Symbolisierung des Kampfes zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gut und Böse, zwischen Frühling und Winter statt. Beispielhaft dafür ist der Egetmann-Umzug in Tramin oder das Mullerlaufen in Thaur.

Auch die an Silvester verschossenen Raketen sollten böse Geister und Dämonen vertreiben und Merkel ließ Silvester ausfallen. Denken Sie einfach mal darüber nach.