armin wolf

Wer das gestrige ZIB2-Interview von Sebastian Kurz bei Armin Wolf im ORF angesehen hat, weiß eigentlich alles. Welches Interview, werden Sie fragen. Das war ja ein Verhör! Durchgeführt vom obersten Chef-Verhörer des staatlichen Rotfunks Armin Wolf.

Ein Gastkommentar von Stefan Magnet

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Und es war wirklich unerträglich anzuschauen, wie bei diesem arroganten und abgehobenen Chef-Verhörer der Herr Bundeskanzler Kurz, denn dieser Mann ist immerhin Bundeskanzler und kein Lausbub, betteln musste. Betteln, um die Antworten auszuformulieren zu dürfen, denn dieser Chef-Verhörer fiel dem Bundeskanzler ständig und frech ins Wort.

Abgehobene Journalisten-Kaste

Wolf ist weit mehr als ein eitler Geck, dem dieser vulgäre Interviewstil einfach passiert. Wolf ist Sinnbild einer durch und durch abgehobenen Journalisten-Kaste. Journalisten, die glauben, dass sie und ihre linken Twitter-Freunde die Mehrheit sind und Göttern gleich moralische Letztinstanzen spielen können. Die jeden Bezug zu ihren Konsumenten (den Zusehern und GIS-Zwangsgebührenzahlern!) verloren haben. Die nicht mehr wissen, wie der Normalbürger denkt, welche Sorgen er hat und was es bedeutet, auch seinem Gegner gegenüber respektvoll zu begegnen.

Der König im Fernseh-Kastel

Das ständige Unterbrechen — ob bei Strache, Vilimsky oder eben selbst dem Kanzler der Republik — hat System und soll dem Zuschauer klar machen, dass dieser Wolf der König im Fernseher ist. Das funktioniert auch. Er ist der König im Fernseher. Und vielleicht auch auf Twitter. Aber was wird er sein, wenn er dort einmal weg ist? Naja, vorübergehend wohl willkommensbeklatschter Medien-Asylant in Merkel-Deutschland, bis sich dort auch die Leute diese abgehobenen Medien-Moralisten nicht mehr gefallen lassen. Diese Medien-Moralisten wollen sich gar keine Kritik anhören und ignorieren deshalb auch beharrlich alle Kritiker.

Und darum wundern sie sich auch umso mehr, wenn der Wind umschlägt. Hochmut kommt nämlich vor dem Fall. Immer. Ich würde das dem Herrn Wolf gerne mal twittern. Aber leider hat er mich in seinem Twitter-Elfenbeinturm so wie hunderte andere Nutzer einfach blockiert.