Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, brach ein neuerliches Feuer im Registrierlager Vathy auf der griechischen Insel Samos aus. Dort hatte es bereits im September zwei Feuer gegeben, wie damals gehen die Behörden auch diesmal von Brandstiftung aus. 

Dem Spiegel zufolge sind bei dem Großbrand mehrere Gasflaschen explodiert, wie auch der Bürgermeister von Vathy, Giorgios Stantzos, bestätigte. Er äußerte außerdem den Verdacht, dass es sich erneut um eine mutwillig gelegte Feuersbrunst handle – und forderte die Übernahme der Migranten auf das griechische Festland. Insgesamt brannten mehrere Zelte ab – wie viele, ist vorerst noch unklar. Ebenso ist noch ungewiss, ob es Migranten aus dem Lager waren, die für die Brandstiftung verantwortlich sein könnten – die Anatomie des Brandes legt diese Möglichkeit allerdings durchaus nahe.

Kickl: „Brandstifter haben in Europa nichts verloren!“

Für den freiheitlichen Klubobmann Herbert Kickl ist nach dem neuerlichen Brand klar, dass es eine strenge Migrationspolitik braucht. Er stellte in einem Facebook-Beitrag heraus: „Solche Brandstifter haben in Europa rein gar NICHTS verloren!“ Er warnte davor, dass diese „schon bald unter dem Deckmantel des Asyls“ in Österreich auftauchen könnten. Unter der schwarz-grünen Regierung wäre dies „nicht wirklich verwunderlich“.

Tatsächlich führte die Thematik im September zu einer Verstimmung in der Regierung. Während der grüne Juniorpartner vehement für eine Aufnahme der beim verheerenden Brand im Camp Moria auf der Insel Lesbos obdachlos gewordenen Migranten plädierte, winkte die Kanzler-Partei ab. Beobachter werteten dies auch als Zwickmühle: Denn gäbe die ÖVP nach, liefen ihr wohl in Scharen die Wähler wieder zur FPÖ davon..

Bereits mehrere Brände in Lager auf Samos

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass derartige Bilder aus den überfüllten Lagern schockieren. Schon im September brannte es zweimal im Lager Vathy – beide Male konnte das Feuer jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden. Etwas zuvor brannte das berüchtigte Camp Moria auf Lesbos völlig ab, mutmaßlich infolge eines durch Insassen gelegten Feuers. 

Schon damals hatten griechische Politiker vor einer Aufnahme in anderen europäischen Ländern gewarnt, weil sie Trittbrettfahrer fürchteten. Gerade linke Politiker – sowie die Regierungen einiger EU-Staaten wollten dies allerdings nicht wahrhaben und machten sich dafür stark. Deutschland sagte gar die Übernahme von insgesamt 1.553 Personen zu. Tatsächlich brannte es dann kurz darauf zweifach auf Samos – zumindest in einem Fall sollen ebenfalls Migranten dafür verantwortlich sein.

Fünf Afghanen wegen Zündelei auf Lesbos angeklagt

Zumindest im Fall des größten Brandes auf Lesbos herrscht mittlerweile einige Klarheit über die Urheberschaft der Brandstiftung – jedenfalls wenn es nach der zuständigen Staatsanwaltschaft geht. Diese erhob nämlich Anklage gegen fünf Afghanen, die nach ihrer Einschätzung für die Zündelei verantwortlich seien.