Wie groß war die Freude der Haltungsmedien, dass der gute freiwillige Kirchenhelfer aus Ruanda wieder enthaftet wurde. Nun darf man gespannt sein, welche Medienhäuser die neueste Entwicklung im französischen Nantes vollständig behandeln werden. Der Mann aus Ruanda hat die Tat gestanden und befindet sich wieder im Gefängnis.

An drei Bandherden brach am 18. Juli in der Kathedrale von Nantes ein Feuer aus, das sich zu einem verheerenden Großbrand entwickelte. Das christliche Gotteshaus wurde schwer beschädigt, viele Kulturschätze wie die Orgel, Glasfenster aus dem 16. Jahrhundert und Gemälde wurden unwiderbringlich zerstört. Kurz danach nahm die Polizei einen Verdächtigen in Gewahrsam – einen „freiwilligen Kirchendiener“ der als Flüchtling aus Ruanda ins Land gekommen war. Etwas später verlautbarte man, dass „Ungereimtheiten“ im Alibi des Mannes geklärt werden konnte, er wäre wieder auf freiem Fuß.

Tat gestanden, Täter würde bereuen

Nun, eine Woche später, hat der 39-jährige Afrikaner die Tat gestanden. Er war für die Schließung der Kathedrale zuständig und blieb als einziger Verdächtiger übrig. Er gab zu, drei Feuer im Innenraum gelegt zu haben. Über ihn wurde die Untersuchungshaft verhängt. Französische Medien berichten, der Mann würde die Tat bereuen. Er muss nun mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren rechnen. Die angedrohte Geldstrafe von bis zu 150.000 Euro wird den Flüchtling hingegen nicht sonderlich berühren.

Aufenthaltstitel wurden abgelehnt

Im Vorfeld der Tat waren mehrere Gesuche des Mannes für eine Aufenthaltserlaubnis in Frankreich negativ entschieden worden. Für die Christen in Frankreich war der Brand ein schwerer Schlag in einer langen Reihe von Angriffen auf christliche Gotteshäuser. Die Kathedrale von Nantes wurde 1621 errichtet und hatte die französische Revolution und die Bombardierungen im zweiten Weltkrieg überstanden.