Der Chefredakteur des linken Wiener Stadtblattes „Falter“ sorgt mit einer ungeheuerlichen Entgleisung für Aufregung. In sozialen Netzwerken definierte er die Wohnbau-Politik von Oberösterreichs freiheitlichem Landeshauptmann-Stellvertreter, Manfred Haimbuchner als „Nationaler Sozialismus“, attestierte sogar, dieser mache „rassistischen, nationalen Sozialismus“…

Ein Kommentar von René Rabeder

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Unfassbare Entgleisung eines Journalisten

Mit jedem erschütternden Verbrechen, das von einem Migranten verübt wird – wie zuletzt dem furchtbaren Mord an einem Achtjährigen in Deutschland – flammt hierzulande eine Scheindebatte über misslungene Integration auf. Viel zu selten aber wird dabei die Frage gestellt, wer an der ganzen Misere eigentlich die Schuld trägt. Natürlich ist jener Eritreer, der den Jungen in Frankfurt mutmaßlich vor den ICE gestoßen hat, genauso selbst für seine Tat verantwortlich, wie jener afghanische Asylwerber, der zu Weihnachten 2018 das Leben eines jungen Mädchens in Steyr mutmaßlich eiskalt ausgelöscht hatte. Doch Verbrechen wie diese wurden nicht zuletzt erst dadurch möglich gemacht, dass Linke viel zu lange schon die Deutungshoheit über Integrationsfragen für sich in Anspruch genommen haben.

Sprache für sozialen Frieden von großer Bedeutung

Gerade eine gemeinsame Sprache ist essentiell dafür, „das vernünftige Miteinander und den sozialen Frieden in unseren Städten und Gemeinden aufrechtzuerhalten“, wie auch Manfred Haimbuchner in seiner Antwort auf „Falter“-Chefredakteur Florian Klenks unfassbaren Anwurf deutlich zu Wort brachte. Klenk hatte zuvor geschrieben, Haimbuchner macherassisitschen, nationalen Sozialismus“. Grund für die Entgleisung des Mainstream-Journalisten, dessen Stadtblatt auch immer wieder im zwangsgebühren-finanzierten ORF hofiert und zitiert wird, war der spezifische Fall einer Wohnbeihilfenkürzung aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse.

Seit Jahrzehnten nicht Deutsch gelernt

Konkret geht es um eine Gastarbeiterin, die offenbar seit den 1970er Jahren in Österreich leben soll, es in all dieser Zeit aber scheinbar nicht geschafft hat, die Deutschprüfung auf A2-Niveau abzulegen. Dabei müsste man dafür lediglich auf Deutsch sagen, woher man kommt, welche Ausbildung man hat, und Dinge in seiner Umgebung mit einfachen Worten beschreiben können. All das kann die Frau, die seit rund 40 Jahren unter uns lebt nicht. Den Antrag für die Wohnbeihilfe ausfüllen, konnte sie aber scheinbar schon…

Ganz widerlicher NS-Vergleich

Diese Förderung wurde ihr letztes Jahr vom Land Oberösterreich gestrichen.
Das ist nicht national-sozialistisch, es ist das Gegenteil“, stellt Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner klar und fährt in Richtung Klenk fort: „Ich will und werde mich nicht auf das Niveau von NS-Verharmlosung und böswilliger Verunglimpfung begeben und möchte solchen Dingen auch keinen Raum geben. Deshalb erspare ich mir eine Klage und auch allzu harte Kritik an Herrn Klenk“.

Ich kann meinem Journalisten-Kollegen harte Kritik hingegen nicht ersparen. Weil es jetzt einfach reicht. Einer Person Fördergeld zu streichen, die das Mindestmaß an Integration seit Jahrzehnten nicht zu erfüllen bereit zu sein scheint, mit den grausamen Verbrechen des Nationalsozialismus zu vergleichen ist an Widerlichkeit nicht mehr zu überbieten.
Ich möchte aber doch anmerken, dass ich von ernstzunehmenden Journalisten auch bei harter, vielleicht da und dort berechtigter, Kritik ein Mindestmaß an Anstand erwarte. Ich stehe zu diesem Land und zu seinen Leuten.  Auch zu unseren Gästen, wenn sie sich wie Gäste benehmen“,  schreibt Haimbuchner.

Nazi-Keule wird ständig geschwungen

Dieses „Mindestmaß an Anstand“, haben Sie, Herr Klenk einmal mehr unterschritten.
Mit Ihren latenten „Nazi“ und Extremismus-Anwürfen (auch in Richtung freier Medien wie dem Wochenblick) verhöhnen Sie nicht nur die Opfer des Nationalsozialismus, Sie schaffen damit auch jenen Sumpf in unserer Gesellschaft, in dem viele der grausamen Verbrechen überhaupt erst keimen, über die wir (im Gegensatz zu Ihnen) täglich berichten müssen.