Heftige Entgleisung auf der Facebook-Seite von Florian Klenk, dem Chefredakteur der Wiener Lokalpostille „Falter“!

Der Journalist hat ein Bild des verstorbenen österreichischen Karikaturisten Manfred Deix zusammen mit einem Foto, auf dem unter anderem der freiheitliche BP-Kandidat Norbert Hofer zu sehen ist, veröffentlicht.

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Provokation oder Nazi-Vorwurf?

Das Pikante dabei: Die Deix-Karikatur (Titel: „Österreicher für Dr. Burger“) stellt eine Personengruppe in Hakenkreuz-Form dar. Zu sehen sind in der Gruppe u.a. eine zum Hitlergruß erhobene rechte Hand, Personen mit Hitler-Bärtchen sowie ein NS-Stahlhelm – eindeutige Hinweise auf eine nationalsozialistische Gesinnung der Dargestellten!

Auf dem anderen Bild lächelt Hofer mit Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner sowie ÖVP-Urgestein Baron Norbert Van Handel und einer weiteren, unbekannten Person in die Kamera. Über beide Bilder schrieb Klenk: „Prophet Deix“!

Spitzzüngige Provokation oder dreister Nazi-Vorwurf? Viele Facebook-Nutzer bewerten den Bildervergleich jedenfalls eindeutig. „Gruselig die Vier! Deix hätte möglicherweise viel ‚Inspiration'“, schreibt eine Nutzerin. „Kein Prophet. Nur Wahrnehmungsfähig…“, ergänzt ein Mann.

Österreicher zu dumm zum Wählen?

Klenk hat außerdem den Journalisten, Blogger und Wein-Profi Manfred Klimek auf dem Bild verlinkt. Dieser kommentiert mit nachdenklichem Unterton: „Die Deix-Zeichung sagt nur, dass es diese Leute immer gab. Die Gegenwart sagt uns, dass wir sie nicht mehr in Schach halten können. Es gilt zu klären, warum es Linken und Grünen (und auch Konservativen mit Weltläufigkeit) nicht gelungen ist, diese Personenschaft in Schach zu halten. Da ist jede Menge Eigenkritik angesagt. Die sehe ich aber nirgendwo..“ Bemerkenswert: Im Sommer veröffentlichte Wein-Klimek selbst eine Karikatur mit der Überschrift „Österreicher zu dumm zum Wählen“:

Der provokante Facebook-Post von Florian Klenk dürfte sich gerade noch im strafrechtlich zulässigen Bereich befinden. Andere Nazi-Vergleicher hatten in der Vergangenheit weniger Glück. So wurde erst im Oktober der Tiroler SPÖ-Chef Ingo Mayr wegen eines Hofer-Nazi-Sagers gerichtlich verurteilt, trat später als SPÖ-Chef zurück.

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